BVB mit sehr guten Zahlen

Sportlich lief es in den vergangenen Monaten eher durchwachsen für Borussia Dortmund.

Zahlenmäßig lief es dafür umso besser, wie die heute vorgelegten Vorab-Zahlen für das 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2016/2017 (bis Ende Juni) zeigen:

Die aktuellen (Vorab-)Zahlen

Der BVB hat in den Monaten Juli bis Dezember den Umsatz im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 46 Mio. € auf 214,2 Mio. € gesteigert.

Das bedeutet ein Plus von 27,4% gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund der Tatsache, dass der BVB in dieser Saison wieder an der Champions League teilnimmt, erhöhten sich die Umsätze auch transferbereinigt um 17,8% von 143,5 auf 169 Mio. €.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 25,5 Mio. € auf 49,9 Mio. € (+95,7%) zu.

Der operative Gewinn (EBIT) belief sich zum Ende des 1. Halbjahres 2016/2017 auf 18,2 Mio. € (nach -3,9 Mio. € im Vorjahr).

Ebenfalls erfreulich: Der BVB weist eine hohe Eigenkapitalquote auf:

Das Eigenkapital beläuft sich per Ende Dezember 2016 auf 319, 6 Mio. €, und die Eigenkapitalquote lag damit bei starken 66,5%.

Zu Ihrer Einordnung: Werte ab 30% gelten gemeinhin als solide.

Der größere Kader, den sich der BVB in dieser Saison leistet, kostet auch mehr Geld.

Dementsprechend legte der Personal-Aufwand von 66,1 Mio. € auf 82,3 Mio. € zu, was einem Plus von 24,5% entspricht.

Auch die Abschreibungen fielen im Vergleich zum Vorjahr (29,4 Mio. €) mit 31,6 Mio. € höher aus.

Wie es weitergeht

Wichtig für die weitere Geschäfts-Entwicklung des BVB ist v. a. die neuerliche Champions-League-Teilnahme.

Wenn sich der Verein am Ende der laufenden Saison nicht für die europäische Königsklasse qualifizieren kann, wird das Zahlenwerk im Geschäftsjahr 2017/2018 darunter spürbar leiden.

Ich bin jedoch guter Dinge, dass der BVB sich auch in dieser Saison für die Champions League qualifizieren können wird.

Denn ich sehe sportlich außer Bayern und RB Leipzig keine Mannschaft, welche die Dortmunder nicht noch hinter sich lassen könnten.

Und da der BVB sich in den vergangenen Jahren bereits einige Sporen in der Champions League verdient hat, dürfte in der Bundesliga auch ein 4. Platz – und die damit verbundene CL-Qualifikationsrunde – kein allzu großes Problem darstellen.

Denn: Aufgrund der recht regelmäßigen Teilnahme des BVB an der Champions League in den vergangenen Jahren und des guten Abschneidens würde in diesem Fall ein vergleichsweise einfacher Gegner auf die Dortmunder warten.

Auch würde dem BVB ein Weiterkommen im Achtelfinale der aktuellen Champions-League-Saison helfen.

Das Hinspiel bei Benfica Lissabon haben die Dortmunder zwar sehr unglücklich mit 0:1 verloren, für mich ist Dortmund aber nach wie vor der Favorit in diesem Duell.

Doch es wird ein ganz hartes Stück Arbeit werden…

Fazit

Nach meinen Analysen ist und bleibt die BVB-Aktie ein Investment für kurzfristig orientierte Anleger und für Fans von Borussia Dortmund.

Mittel- bis langfristig orientierten Anlegern bieten sich in der deutschen Börsen-Landschaft bessere Alternativen mit größerer Planungs-Sicherheit.

20. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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