BVB: Niederlage und frische Zahlen

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Die Aktie des BVB war in den vergangenen Wochen und Monaten ähnlich volatil wie die Leistungen und die Ergebnisse auf dem Fußball-Platz. (Foto: CosminIftode / Shutterstock.com)

Vielleicht haben auch Sie es live am Bildschirm oder sogar im Stadion verfolgt: Am vergangenen Samstag fand der deutsche Classico statt. Gemeint ist das Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Bundesliga-Klubs Bayern München und Borussia Dortmund. Bayern München gewann mit dem neuen Trainer Hansi Flick an der Seitenlinie mit 4:0.

Zwar sprach im Vorfeld dieses Spiels die Bilanz der vergangenen Jahre eher für einen Sieg der Bayern. Die Ergebnisse der beiden Klubs der vergangenen Tage sprachen jedoch mehr für einen Sieg des BVB. Denn Bayern verlor am vorherigen Wochenende mit 1:5 gegen Eintracht Frankfurt, Dortmund hingegen drehte unter der Woche in der Champions League einen 0:2 Rückstand gegen Inter Mailand in ein 3:2.

Hinzu kommt: Bayern trat mit einem Trainer an, der erst wenige Tage zuvor den Job übernommen hatte. Und das auch erst einmal nur aushilfsweise. Nun dürften in Dortmund wieder die Diskussionen um die Mentalität losgehen. Unter den Börsianern wird dieser Tage auch über die jüngsten Quartalszahlen von Borussia Dortmund geredet, die erst kürzlich vorgelegt wurden.

Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Borussia Dortmund erzielte im abgelaufenen 1. Quartal (bis Ende September) des Geschäftsjahres 2019/2020 einen Umsatz in Höhe von 175,2 Mio. Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreswert von 132,1 Mio. Euro ein Plus von 32,6%. Transferbereinigt erhöhten sich der Umsatz um 15,4% auf 105,1 Mio. Euro.

Der Nettogewinn belief sich im zurückliegenden Quartal auf 0,03 Mio. Euro nach 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Personalaufwendungen stiegen um 10,2 auf 55,5 Mio. Euro. Die Abschreibungen legten um 7,8 auf 25,7 Mio. Euro zu und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 30,5 auf 89,8 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von -0,9 Mio. Euro um 0,2 Mio. Euro auf -0,7 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) belief sich auf -1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 23,8 auf 25,0 Mio. Euro zu.

Die BVB-Aktie liegt seit Jahresbeginn leicht im Minus und war damit im bisherigen Börsenjahr 2019 kein gutes Investment. Schließlich liegt der DAX im laufenden Jahr schon mehr als 20% im Plus.

Meine Einschätzung zu Fußball-Aktien

Abschließend meine generelle Einschätzung zum Thema Fußball-Aktien: Für mich ist Fußball ein schönes Hobby, allerdings kein berechenbares Investment. Eine schwere Verletzung eines Schlüsselspielers oder ein fehlerhafter Schiedsrichter-Pfiff reichen unter Umständen, um die Saisonziele zu gefährden. Da ist zu viel Glück und Zufall im Spiel.

Ich halte daher weder von Fußball-Aktien noch von Fußball-Anleihen viel. Wenn Sie diese Wertpapiere als Fan erwerben, ist das okay, als strategisch denkender Investor sollten Sie davon meines Erachtens eher die Finger davon lassen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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