BYD legt gute Zahlen vor

BYD Tang sports utility vehicle

Der chinesische E-Mobilitäts-Spezialist BYD befindet sich trotz guter Zahlen für 2020 in einer scharfen Korrektur. (Foto: walterericsy / Adobe Stock)

Der chinesische E-Mobilitäts-Spezialist BYD hat kürzlich gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Dennoch befindet sich die BYD-Aktie seit Wochen in einer scharfen Korrektur.

Das ist aber weder verwunderlich noch – mittel- bis langfristig betrachtet – ein Grund zur Sorge. Denn die BYD-Aktie war im vergangenen Jahr einer der absoluten Börsen-Überflieger und legte ausgehend vom Corona-Tief im März bis Ende des Jahres um knapp 400% zu.

Bevor wir uns gleich die jüngsten Zahlen anschauen, stelle ich denjenigen, die das Unternehmen noch nicht oder nicht so gut kennen, zunächst das Geschäftsmodell von BYD vor. BYD Company Limited wurde im Februar 1995 gegründet. Das chinesische Hightech-Unternehmen bearbeitet im Kerngeschäft die Bereiche IT, Auto und erneuerbare Energien.

Im Bereich Elektromobilität entwickelt und produziert BYD die erforderlichen Technologien. Das Unternehmen hat schon früh auch andere grüne Produkte auf den Markt gebracht wie zum Beispiel Elektrofahrräder, Energiespeicherlösungen und Solarstromstationen.

Deutliches Umsatzwachstum und riesiger Gewinnsprung

Schauen wir nun auf die Zahlen des vergangenen Jahres: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 22,6% auf umgerechnet rund 20,3 Mrd. Euro, der Gewinn kletterte deutlich überproportional um 162,3% auf rund 550 Mio. Euro.

Das Gewinnwachstum begründet BYD mit einer „Verbesserung der betrieblichen Gesamteffizienz“ und neuen Produkten. Die Automotive-Sparte steuerte mit 10,9 Mrd. Euro rund die Hälfte des gesamten Konzernumsatzes bei.

Allerdings konnte BYD im vergangenen Jahr vor allem im Bereich der Verbrenner zulegen – weniger im Bereich E-Mobilität. BYD produzierte 2020 insgesamt 431.549 Fahrzeuge. Während der Absatz bei den Plug-In-Hybriden und E-Autos leicht rückläufig war, konnte das Unternehmen bei den Verbrenner-Modellen zulegen.

E-Autos von BYD demnächst auch in Europa

Die Elektrobusse von BYD werden weltweit gebaut und verkauft. Ich hatte im vergangenen Jahr beispielsweise über ein neues Werk für Elektrobusse in Brasilien berichtet. Die E-Autos hingegen sind bis dato vor allem in China erhältlich.

Der Konzern arbeitet aber an einer Expansion nach Europa. Nach einem Test im vergangenen Jahr sollen in Norwegen BYD-SUVs vom Typ „Tang EV“ verkauft werden. Es ist zudem gerüchteweise zu hören, dass die Chinesen demnächst auch ihre E-Limousine „Han EV“ in Europa verkaufen wollen. Hier sehe ich beachtliches Potenzial für BYD.

Warren Buffett setzt schon länger auf BYD

Ein sehr bekannter Investor sieht schon lange großes Potenzial bei bzw. in BYD. Die Rede ist von dem US-amerikanischen Star-Investor Warren Buffett, der bereits seit einigen Jahren bei BYD investiert ist und daher auch auf einem beträchtlichen Gewinn bei dieser Position sitzt.

Mehr zu den Perspektiven der Fahrzeugbranche und zu den aus meiner Sicht spannendsten Investments in Sachen E-Mobilität, Wasserstoff und auch bei den Verbrennungsmotoren finden Sie in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer. Die BYD-Aktie ist nach der Korrektur der vergangenen Wochen in jedem Fall wieder interessanter geworden.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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