Bye, bye Rente: Der Supergau für die Altersgrundvorsorge steht bevor

Bürgerkrieg in Syrien, Terrorgefahr in Deutschland, Flüchtlingskrise in Europa, der neue kalte Krieg zwischen Russland und den USA, weitere Finanzspritzen für Griechenland – diese Schlagzeilen bestimmen die öffentliche Diskussion.

Dabei geht ein wichtiges Thema unter: Ihre Altersvorsorge.

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, dass zukünftig die Beiträge für die Renten-, Pflege- und Krankenkassenversicherung noch weiter steigen.

Und dass vor allem die Leistungszusagen bei den Renten viel geringer ausfallen werden.

Währenddessen schwafeln die verantwortlichen Politiker in gewohnter Weise, ohne konkret zu werden.

Supergau für die Altersgrundvorsorge

Zumindest können wir Ihnen verraten, was bereits konkret ist: Schon im Jahr 2000 wurde gesetzlich festgelegt, dass das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent sinken und der Rentenbeitrag nicht über 22 Prozent steigen darf.

Ein super Geschäft, finden Sie nicht auch? Sie zahlen quasi 100 Euro in die Solidarkasse ein und bekommen nach zig Jahren nur noch 43 Euro raus.

Wären Sie mit einem solchen Geschäftsmodell selbstständig, müssten Sie längst Insolvenz anmelden.

Als Altersgrundvorsorge ist das für die meisten Menschen ein wahrhafter Supergau.

Ein Zahlenbeispiel gefällig? Dann lesen Sie einfach weiter.

Fallbeispiel, wie mickrig Ihre Rente werden kann

Hätten Sie ein durchschnittliches Bruttogehalt von 2.500 Euro, würden Sie bei einem Rentenniveau von 43 %, Netto vor Steuern nach 40 Arbeitsjahren eine Rente von ca. 805 Euro erhalten.

Bedenken Sie: Das Grundsicherungsniveau liegt heute bei 774 Euro. Außerdem gibt es Millionen Menschen, die weit weniger als 2.500 Euro brutto verdienen.

Sie sehen selbst: Die Katastrophe ist vorprogrammiert. Die soziale Zeitbombe tickt.

Wird das Rentenniveau nicht drastisch angehoben, führt es direkt in die Altersarmut

Momentan liegt das Rentenniveau bei ca. 47,7 %. Aber selbst das reicht nicht aus, um jungen Menschen eine gute Zukunftsaussicht zu geben.

2040 oder 2050 werden Millionen der heute noch Jungen von sozialem Abstieg und Altersarmut betroffen sein. Und können sich schon mal auf Renten auf Hartz-IV-Niveau einstellen.

Vor allem Geringverdienende und Alleinerziehende wird es erwischen.

Um dem entgegenzusteuern raten Experten inzwischen zu einer Anhebung der durchschnittlichen Rente auf mindestens 53 % des durchschnittlichen Lohns.

Neue Lasten werden auf Sie zukommen

Zusätzlich kommt die Diskussion auf, was denn nach 2030 oder 2040 sein wird? Werden die Renten (minimal) steigen oder fallen?

Fakt ist, dass steigende Altersbezüge in Zukunft wohl ein Relikt aus tiefster Vergangenheit sein werden. Die nächste Rentenreform wird es wahrlich in sich haben.

Schon jetzt schwadronieren Politiker davon, die drohenden Lasten möglichst „gerecht“ zu verteilen. Hören Sie genau hin: Man spricht offen von Lasten. Denn für alles andere fehlt schlichtweg die Kohle.

So sieht’s aus. Und nicht anders.

13. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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