Cannabis als Investment – das müssen Sie zu den ETFs wissen

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Wer nicht auf Einzelwerte in einem neuen Sektor setzen will, kauft am besten einen passenden ETF. (Foto: Yarygin / shutterstock.com)

Es ist doch eher selten, dass komplett neue Sektoren an der Börse auftauchen. Doch bei Cannabis-Aktien ist das ganz klar der Fall. Dieses Segment hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg erlebt.

Wie so oft bei neuen Sektoren setzen viele Anleger hier nicht auf kleine Einzelaktien, sondern von vornherein auf eine Risikostreuung. Dazu werden dann verschiedene Indexprodukte also ETFs angeboten. Hierin sind zumeist die größten Anbieter der Branche enthalten. Das erhöht auf jeden Fall die Chancen für die Anleger, einen der Gewinner der Branche auch tatsächlich im Depot zu haben.

Doch so langsam kommen Zweifel in Nordamerika auf, dass der Markt tatsächlich groß genug ist für die vielen verschiedenen ETF-Anbieter, die jetzt schon am Markt sind. Wenn das Interesse an der Branche tatsächlich nachlassen sollte, dann wird es eben eng für einige Indexanbieter. Insofern lohnt es sich hier auf jeden Fall für Investoren auf die schon länger notierten ETFs zu schauen.

Schon 9 Marihuana-ETFs sind in Nordamerika gelistet

Für den nordamerikanischen Markt sind derzeit 9 ETFs gelistet. Das ist schon eine große Anzahl für diese wirklich sehr kleine Branche. Tatsächlich war zu Beginn das Interesse der Investoren riesig. Als der erste Marihuana-ETF auf den Markt kam, sammelte er innerhalb von wenigen Tagen mehr als 100 Mio. Dollar Anlegergelder ein. Aktuell weist der Horizons Marijuana Life Sciences Index ETF ein Anlagevolumen von knapp 840 Mio. Dollar auf. Noch größer ist derzeit schon der ETFMG Alternative Harvest ETF mit einem Anlegervolumen von 1,2 Mrd. Dollar.

Diese großen Marihuana ETFs haben aber ein Listing in Nordamerika – ob nun an der New York Stock Exchange oder der Börse in Toronto. Über den Freiverkehr der Börse Berlin sind diese ETFs auch in Deutschland handelbar. Doch in der Praxis sieht das dann wenig anlegerfreundlich aus. Die Handelsspanne zwischen An- und Verkaufskurs liegt beim Kauf in Deutschland zwischen 5 und 6 % bei den beiden genannten ETFs.

Wer langfristig auf den Erfolg dieses Sektors setzen möchte und das Risiko von Einzelinvestments scheut, kann hier sicherlich auch über die hohen Gebühren beim Handel hinwegsehen. Hinzu kommt aber auch immer noch das Währungsrisiko, denn die ETFs werden entweder in US-Dollar oder kanadischen Dollar gehandelt.

Deutlich günstiger bezogen auf die Gebühren ist ein Hanf-ETF, der in Deutschland aufgelegt worden ist. Was Sie dabei zu beachten haben, werde ich Ihnen in einer weiteren Ausgabe genauer vorstellen. Denn auch hier gibt es nicht nur Vorteile für Investoren, die beim Cannabis Trend mit dabei sein wollen.

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Heiko Böhmer
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