Cannabis-Markt: Medizinischer Einsatz bietet großes Potenzial

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Viele neue Konsumenten sind derzeit dabei Cannabis im medizinischen Bereich zu nutzen. Gerade dieser Bereich verspricht große Wachstumsraten. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Heute geht noch einmal um das Thema Cannabis. Während es vor einigen Tagen an dieser Stelle mehr um die Marktaussichten ging, soll heute die Zielgruppe im Fokus stehen. Denn anders als bei anderen Produkten ist dies doch für viele Investoren ein unbekanntes Feld und hier muss zunächst einmal etliches an Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Das liegt natürlich auch daran, dass viele Investoren überhaupt keine Vorstellung von den verschiedenen Einsatzgebieten beim Cannabis haben. Insgesamt wird es nur als Droge gesehen. Doch gerade der medizinische Einsatz bietet hier auch aus Investorensicht mit die größten Chancen.

Damit sind wir auch wieder bei der Zielgruppe. Sie dürfen sich den typischen Cannabis-Kunden eben nicht als einförmige festgelegte Gruppe vorstellen. Diese Kunden haben sehr weit gefasst Gründe, Cannabis in verschiedensten Bereichen einzusetzen.

Cannabis ist in der Medizin ein wichtiger Therapieansatz

Und gerade die weitverbreitete Unwissenheit darüber, in welchen Bereichen Cannabis denn nun eingesetzt werden kann, bietet eben auch extrem große Wachstumschancen für die gesamte Branche. Hierzu nur ein kleines Beispiel. Sie leiden unter chronischen Kopfschmerzen? Dann bietet sich hier eine Therapie beispielsweise mit CBD-Ölen an. CBD ist neben dem für die Rauschwirkung maßgeblichen THC der wichtigste Bestandteil der Cannabispflanze. Die hier gewonnenen Öle bieten beispielsweise gute Anwendungsmöglichkeiten im Bereich von chronischen Kopfschmerzen. Das hat den jahrelangen Einsatz dieser Präparate immer wieder gezeigt.

Dieses Wissen ist nahezu unbekannt – auch weil viele Ärzte trotz der medizinischen Freigabe beispielsweise in Deutschland nicht auf solche Mittel setzen. Konsumenten haben hier aber eine gute Möglichkeit. So sind die Produkte im Bereich Cannabis sind nicht als Medikamente klassifiziert und fallen somit nicht unter die Verschreibungspflicht oder müssen beispielsweise in Apotheken gehandelt werden.

Bisang nur wenige Cannabis-Nutzer in Deutschland

Im medizinischen Bereich dürfen auch THC haltige Produkte von Ärzten verschrieben werden, wenn es beispielsweise um die Schmerztherapie geht. Noch ist die Zahl der Nutzer in Deutschland eher klein. Aber die Erfahrungen sprechen für sich, denn viele Nutzer von medizinischem Cannabis glauben nicht nur dass es wirkt, sondern stellen für sich selbst auch positive Wirkungen fest.

Hier kommt ein ganz wichtiger Aspekt zutage: Es ist noch sehr viel mehr wissenschaftliche Arbeiten notwendig tatsächlich zu verstehen, wie und warum diese Präparate wirken. Unter klassischen wissenschaftlichen Gesichtspunkten reicht es eben nicht aus, eine Wirkung festzustellen. Es muss auch ersichtlich sein, warum diese Wirkung eintritt. Erst dann werden die Produkte auch tatsächlich im medizinischen Umfeld ernst genommen. Und auch hier ist der europäische Markt wieder ein ganz wichtiger Antreiber für die weitere Entwicklung.

Auch hier sehen Sie ganz deutlich: Die Einsatzmöglichkeiten von Cannabis sind groß und damit bietet dieses Marktsegment auch große Marktchancen bei Investments. Wie die gesetzlichen Regelungen in einzelnen Ländern sind und welche Chancen sich dort konkret ergeben, erfahren sie in weiteren Ausgaben zum Thema Cannabis.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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