Carl Zeiss Meditec: Aktie im Aufwärtstrend

Die internationalen Aktienmärkte agieren wieder einmal zwischen Hoffen und Bangen.

Jede eher verhaltene Nachricht wird sofort als Beleg dafür angeführt, dass sich die wirtschaftliche Lage eintrübt.

Sobald der Ölpreis sinkt, gehen viele Anleger davon aus, dass wohl doch die globale Wirtschaft nicht so läuft, wie erhofft und eine Rezession droht.

Dennoch gibt es auch in diesem Umfeld Werte, die sich von dem schwachen Markt lösen können. Ein solcher Titel ist die Carl Zeiss Meditec.

Portrait

Der in Jena ansässige Konzern ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter von kompletten Systemlösungen für die Augenheilkunde (Ophthalmologie) sowie die Neuro-, Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie; also in einem Segment, der ohnehin eine verstärkte Nachfrage erfahren wird.

Zahlen sind solide

In der vergangenen Woche veröffentlichte der Konzern seine Bilanzdaten. Und diese können sich durchaus sehen lassen. So wurde im ersten Halbjahr 2015/16 auf Basis vorläufiger Daten ein Umsatz von rund 542 Mio. € erzielt.

Dies entspricht einem Wachstum von rund 9% gegenüber dem Vorjahreswert von 498 Mio. €. Das währungsbereinigte Umsatz-Wachstum betrug dabei etwa 5,5%.

Und auch der Ausblick sorgt für Zuversicht. So erwartet der Konzern sowohl beim operativen Gewinn EBIT sowie beim Gewinn pro Aktie (EPS) Zuwächse gegenüber der Vorjahres-Periode.

Zunächst verhaltene Reaktion

Reagierten die Anleger zunächst verhalten, so setzen sich jetzt zunehmend die Optimisten durch. Denn neben diesen Zahlen gibt es Elemente, die für einen weiteren Kursanstieg sorgen sollten.

Es gibt beispielsweise zunehmend Erfolge mit bestimmten Laser-Behandlungen des Unternehmens, die für einen weiteren Nachfrageschub sorgen dürften.

Auch die eingeleiteten Kosten-Senkungen dürften sowohl kurz- als auch mittelfristig zu einem Anstieg der Gewinn-Margen (Ebit-Margen) führen.

Aktie nicht billig, Charttechnik positiv

Zwar erscheint die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von deutlich über 20 zunächst etwas überteuert.

(Denn so hoch fallen die Wachstumsraten nicht aus. Aufgrund der hervorragenden Aussichten und der Krisen-Resistenz des Geschäftsmodells rate ich allerdings dazu, diese Kennziffer nicht über zu bewerten.)

Auf der anderen Seite fällt die Charttechnik absolut eindrucksvoll aus. Der Wert befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend und hat inzwischen neue Höchststände erreicht.

Auf mittelfristiger Sicht kann ich mir einem Kursanstieg vorstellen, der zunächst bis auf 35 € gehen könnte.

Danach dürfte es aber – wenn auch etwas verlangsamt und nicht mehr so eindrucksvoll wie in den letzten 8 Jahren, in der sich der Wert vervierfacht hat – weiter nach oben gehen.

Dies gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass der Konzern seine eigenen Vorgaben weiter erfüllen kann. Denn derzeit reagieren Anleger recht empfindlich auf Negativ-Nachrichten.

4. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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