Caterpillar: Anleger trotz robuster Ergebnisse enttäuscht

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Baumaschinen-Konzern Caterpillar mit dynamischem Jahresauftakt. Gewinn steigt stärker als der Umsatz, aber Preisdruck in China belastet die Stimmung. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Die Berichtssaison in den USA nimmt langsam richtig Fahrt auf. Dabei richten die Anleger ihre Augen vor allem auf die Ergebnisse jener Unternehmen, die Rückschlüsse auf die globale Konjunkturentwicklung erlauben. Kein Wunder also, dass auch die Geschäftszahlen von Caterpillar große Beachtung fanden. Immerhin ist der US-Konzern der größte Maschinenbauer der Welt und gilt daher als hervorragender Gradmesser für die weltweite Wirtschaftsentwicklung.

Obwohl die Ergebnisse robust waren und Caterpillar die Erwartungen der Analysten schlagen konnte, wurde die Aktie im Nachgang abverkauft und verlor deutlich an Wert.

Caterpillar – der Gigant der Baumaschinen 

Bevor ich auf die Zahlen des Startquartals eingehe, möchte ich Ihnen den US-Konzern noch näher vorstellen. Caterpillar ist einer der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Bau- und Bergbautechnik, Diesel- und Erdgasmotoren sowie industrieller Gasturbinen und Diesellokomotiven. Zu den bekanntesten Marken gehören Caterpillar, Perkins, Cat und FG Wilson.

Die Produkte des Unternehmens umfassen Baggerlader, Radlader, Kettendozer, Bagger jeglicher Größenordnung, Motorgrader und Rohrverleger sowie Baumaschinen für den Untertagebau sowie die Straßenbau- und Forstindustrie.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei dem Maschinenhersteller Umsätze von 54,72 Milliarden Dollar durch die Bücher (2017: 45,46 Mrd. Dollar). Das reichte unter dem Strich für einen Gewinn in Höhe von 8,29 Milliarden Dollar (2017: 4,4 Mrd. Dollar).

Caterpillar legt sauberen Jahresstart hin

Zum Jahresbeginn hielt die hohe Dynamik an. So erhöhten sich die Erlöse im ersten Quartal auf 13,5 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 5% entspricht. Vor allem das Geschäft mit Maschinen für den Straßenbau in Nordamerika sorgte für Rückenwind. Zugleich beflügelte die Nachfrage nach Bergbaumaschinen im Raum Asien / Pazifik mit einem Absatzplus von 52% die Entwicklung.

Unter dem Strich legte der Nettogewinn um 13% auf 1,9 Milliarden Dollar zu. Je Anteilsschein blieb damit ein Rekordgewinn von 3,25 Dollar hängen, nach 2,74 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal.

Preisdruck in China treibt Anleger Sorgenfalten auf die Stirn

Allerdings gab es im Zahlenwerk auch Schattenseiten. Vor allem im Reich der Mitte nahm der Konkurrenzdruck zuletzt deutlich zu und Caterpillar musste in China Marktanteilsverluste verkraften. Finanzchef Andrew Bonfield verwies in einem Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg auf den Preisdruck, der dort durch aggressive Rivalen entfacht wird.

Prognose wird nach oben geschraubt

Trotzdem zeigt sich der Konzern zuversichtlich und passt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr leicht nach oben an. So soll der Umsatz moderat nach oben klettern. Beim Ergebnis je Aktie peilt Caterpillar nun eine Spanne zwischen 12,06 bis 13,06 Dollar an. Für Sie zum Vergleich: Bislang war der Baumaschinenspezialist von 11,75 bis 12,75 Dollar je Anteilsschein ausgegangen. Dabei profitiert der Konzern auch von der US-Steuerreform.

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Baumaschinenbranche von Pandemie schwer getroffenAls Stimmungsbarometer für die Baumaschinen-Hersteller gilt Caterpillar, der mit seinen Quartalszahlen enttäuschte. › mehr lesen


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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