Ceconomy AG mit starkem Quartalsergebnis

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Die Ceconomy AG hat überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. In den Monaten Oktober bis Dezember 2020 stiegen sowohl der Umsatz als auch das bereinigte Ergebnis. (Foto: nitpicker / shutterstock.com)

Die in Düsseldorf beheimatete Ceconomy AG hat am Dienstag überraschend gute Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahrs 2020/21, das bei Ceconomy die Monate Oktober bis Dezember 2020 umfasst, vorlegen können.

Überraschend deswegen, weil Ceconomy ein Handelsunterunternehmen ist, dessen stationäre Elektronik-Märkte teilweise schon im November die Pforten dichtmachen mussten. Doch bevor ich Ihnen die Zahlen detailliert erläutern werde, möchte ich Ihnen das Unternehmen kurz vorstellen.

Ceconomy im Portrait

Auch wenn Ihnen der Name Ceconomy AG nicht geläufig ist, werden Sie aber die Töchter des Unternehmens kennen: Ceconomy ist der Mutterkonzern der ehemaligen Metro-Handelsketten Saturn und Mediamarkt.

Neben einer Mehrheitsbeteiligung an der Media-Saturn GmbH hält Ceconomy noch weitere Beteiligungen. Darunter ist u. a. eine Beteiligung von 15% an M.video, der größten Elektronik-Fachmarktkette Russlands und eine 24%-ige Beteiligung an der französischen Groupe Fnac Darty.

Auch an der PMG Retail Market Ltd. ist Ceconomy beteiligt. Dieses Joint Venture wurde 2019 von der Media-Saturn-Holding GmbH und der griechischen Olympia Group Ltd. zur Abdeckung des Markts in Griechenland und Zypern gegründet.

Überraschend gute Quartalszahlen

Für das 1. Quartal des Geschäftsjahrs 2020/21 (Oktober bis Dezember 2020) konnte der Düsseldorfer Elektronikkonzern trotz COVID-19-bedingter Einschränkungen im stationären Handel und lokaler Lockdowns in einer Vielzahl von Ländern überzeugende vorläufige Zahlen vorlegen.

So stieg der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz um rund 11,4%. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf den starken Start während der ersten zwei Monate zurückzuführen, die durch eine anhaltend erfreuliche Kundennachfrage sowie erfolgreiche Aktionen wie den „Black November” geprägt waren.

Hierdurch konnten die temporären Schließungen der stationären Märkte im November und Dezember überkompensiert werden. Im November 2020 waren durchschnittlich rund 31% und im Dezember sogar durchschnittlich rund 62% der MediaMarkt- und Saturn-Märkte von einer temporären Schließung betroffen.

Starkes Online-Geschäft

Auch das Online-Geschäft trug dazu bei, die Umsatzrückgänge durch Corona-bedingte Lockdowns der Elektromärkte auszugleichen. Der Online-Umsatz verzeichnete konzernweit ein Wachstum von stolzen 117%, was einem Umsatzanteil im 1. Quartal von rund 30% (Vorjahr: 15,4%) entspricht.

Auch bei den bereinigten Erlösen konnte Ceconomy deutlich zulegen. So erwartet der Elektrokonzern für das erste Quartal 2020/21 ein bereinigtes operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von etwa 346 Mio. Euro nach zuvor 289 Mio. Euro.

Der Anstieg des bereinigten EBIT um rund 56 Mio. Euro ist maßgeblich auf das starke Umsatzwachstum und eine gesteigerte Kosteneffizienz zurückzuführen. Aber auch staatliche Unterstützungsleistungen im Kontext der COVID-19-Pandemie (z.B. Kurzarbeitergeld) trugen laut Konzernangaben zu dieser positiven Entwicklung bei.

Der Kurs der Ceconomy-Aktie konnte sich seit dem 1. Lockdown im März 2020 wieder deutlich erholen. Derzeit notiert die Aktie in etwa in dem Bereich, in dem sie bereits Ende 2019 notierte. Ob es weiter nach oben geht, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie lange uns die Corona-bedingten Restriktionen erhalten bleiben und wie erfolgreich Ceconomy zukünftig im Online-Handel sein wird.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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