Cenit mit solidem Auftakt-Quartal

Erfahren Sie in diesem Artikel, wie der mittelständische Software-Spezialist Cenit im 1. Quartal 2017 abgeschnitten hat und wie es weitergeht. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das in Stuttgart ansässige mittelständische Software-Unternehmen Cenit hat gestern seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgestellt.

Bevor ich gleich im Detail auf das Zahlenwerk eingehe, stelle ich Ihnen die Cenit AG kurz vor, da ich davon ausgehe, dass diese längst nicht jeder von Ihnen kennen wird.

Software-Spezialist Cenit im Kurzportrait

Der Konzern Cenit wurde im Jahr 1988, also vor 29 Jahren, von ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet und beschäftigt heute 613 Mitarbeiter.

Im Jahr 1998 ging das Unternehmen an die Börse. Cenit ist klein, aber mit einem Jahres-Umsatz von knapp 124 Mio. € auch nicht zu klein für die Börse.

Der Konzern verfügt über einen sehr attraktiven Kundenstamm, der in vielen Schlüssel-Industrien das Who-is-who der Branche umfasst.

Zu den wichtigsten Zielbranchen gehören die Fertigungs-Industrie (Automobil-, Luft- und Raumfahrt-Industrie, Maschinenbau) und die Finanz-Dienstleister.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Cenit erwirtschaftete in den ersten 3 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von knapp 30 Mio. € – und damit rund 1,1% mehr als im Vorjahres-Zeitraum.

Der Umsatz im Bereich Beratung und Services ist um 1,3% auf 12,25 Mio. € gestiegen. Der Umsatz mit Fremdsoftware ist dagegen um rund 1,1% auf 13,44 Mio. € gesunken.

Der Umsatz mit Cenit-eigener Software stieg um 5,8% auf 4,16 Mio. €.

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Der Rohertrag (Betriebsleistung abzüglich Material-Aufwand) betrug 18,58 Mio. € und stieg damit um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte einen Wert von 2,66 Mio. € und lag damit um 3,3% unterhalb des in den Monaten Januar bis März 2016 erreichten Wertes.

Der operative Gewinn (EBIT) legte um 2,8% auf 2,15 Mio. € zu. Der Nettogewinn je Aktie belief sich auf 0,17 € nach 0,19 € im Vorjahres-Zeitraum.

Die Auftrags-Eingänge im 1. Quartal und der Auftrags-Bestand per Ende März waren im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht rückläufig, befanden sich aber noch immer auf hohem Niveau.

Damit hat die Cenit AG den Grundstein dafür gelegt, dass sich Umsatz und Ergebnis im weiteren Jahresverlauf auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegen werden.

Zudem verfügt Cenit noch immer über eine mehr als solide Bilanz und weist per Ende Dezember 2016 einen Bestand an Bankguthaben und liquiden Mitteln in Höhe von 42,88 Mio. € auf (Vorjahr: 33,61 Mio. €).

Daneben verbesserte sich der operative Cashflow (Mittel-Zufluss) signifikant von 5,19 auf 10,08 Mio. €.

Ausblick

Für das laufende Jahr erwartet Cenit ein Umsatz-Wachstum von 2% bei einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten operativen Gewinn (EBIT).

Damit ist die Cenit-Aktie auf dem aktuellen Bewertungs-Niveau (das erwartete KGV für 2017 liegt bei 22) weitgehend fair bewertet und stellt somit eher eine Halteposition als einen Kaufkandidaten dar.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.