Centrotec-Aktie: Sauerländer Familien-Betrieb trifft mit Zahlen ins Schwarze

Nach einer 2-jährigen Seitwärts-Bewegung ist die Aktie des familiengeführten Heiztechnik-Spezialisten Centrotec nach oben ausgebrochen.

Alleine in den vergangenen 3 Monaten ging es um 15% aufwärts.

Der Grund könnte in den soliden Zuwachs-Raten und des Zukunfts-Chancen des Sauerländer Unternehmens liegen.

Denn die Positionierung im Markt für Planung und Ausführung energieeffizienter Gebäudetechnik gilt unter Experten als langfristiger Wachstumsmarkt.

Reinrassiger Familien-Konzern

Bei dem Betrieb aus Brilon im Sauerland handelt es sich um einen reinrassigen Familien-Konzern. Auch heute noch liegen 55% der Aktie in den Händen der Gründerfamilie Krass.

Die Wurzeln des Unternehmens gehen auf Guido Krass zurück, der im Jahr 1961 die Firma Centroplast Kunststoff-Erzeugnisse GmbH gegründet hat.

Die Firma bildete die Grundlage der heutigen Centrotec. Guido Krass überwacht übrigens als Aufsichtsrat auch heute noch die Geschicke des Konzerns.

Führend bei energieeffizienter Gebäudetechnik

Centrotec ist eines der führenden Unternehmen im Bereich energieeffiziente Gebäudetechnik.

Angeboten werden Produkte und integrierte System-Lösungen aus den Bereichen Klima, Heizen und Lüften. Hier gehört die Gesellschaft zu den führenden Anbietern.

Sie besetzt dort alle bei der globalen Co2 Diskussion relevanten Technologien und System-Lösungen zu moderner Gebäude-Energiespar-Technologie.

Die beiden Hauptbetätigungsfelder Climate Systems und Gas Flue Systems decken das Geschäft der Firma mit Energiespar-Lösungen und erneuerbaren Energien ab.

In einem 3. Geschäftsbereich produziert und vertreibt der Konzern Medizintechnik-Lösungen und Hochleistungs-Kunststoffe.

Beeindruckende Erfolgsgeschichte

Seit 1998 ist Centrotec an der Börse notiert.

Seinerzeit erzielte das Unternehmen einen Jahres-Umsatz von gerade einmal 13 Mio. €. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es dann bereits 575,5 Mio. €.

Mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern bietet der Konzern seine Produkte und Lösungen mittlerweile in über 50 Ländern an und hat sich eine aussichtsreiche Position erarbeitet.

Mit der Tochter Wolf ist Centrotec die Nr. 4 im deutschen Heiztechnikmarkt nach Buderus, Vaillant und Viessmann.

Wolf gewinnt seit Jahren kontinuierlich Marktanteile und liegt aktuell bei 8 – 9%.

Der Bereich Gas Flue produziert Kunststoff-Abgas-Systeme für Brennwert-Heizungen und ist einer von nur 2 relevanten Anbietern in Europa.

Beliefert werden neben der Konzern-Tochter Wolf auch Buderus und Vaillant.

Centrotec versucht sich vor allem durch System-Lösungen zur Einsparung von Emissionen im Gebäude-Bereich vom teilweisen deutlich größeren Wettbewerb zu unterscheiden.

Dividende wird erhöht

Im vergangenen Jahr kletterte das operative Ergebnis um 8,5% auf 34,8 Mio. € nach oben.

Vor dem Hintergrund der beachtlichen Ausgaben, die in die weitere Internationalisierung des Geschäfts geflossen sind, zeigt sich die Konzern-Führung mit den Ergebnissen zufrieden.

Je Aktie blieb ein Gewinn von 1,21 € hängen (Vorjahr: 1,18 €).

Nach der positiven Entwicklung soll die Dividende auf 0,30 € je Aktie angehoben werden. Das ist ein Zuwachs von 20% im Vergleich zum Vorjahr.

Steigende Margen nach 2017 erwartet

Für den weiteren Jahresverlauf peilt das Unternehmen eine Fortsetzung des organischen Wachstums an:

Der Umsatz soll zwischen 575 und 600 Mio. € liegen. Der Vorsteuer-Gewinn dürfte hingegen auf Grund höherer Material- und Personalkosten bei 33 – 35 Mio. € stagnieren.

Für die Folgejahre stellt Centrotec dann wieder eine Verbesserung der operativen Marge in Aussicht.

Eine besondere Chance könnte sich allerdings ergeben, wenn in diesem Jahr die Notierungen für Öl und Gas weiter anziehen sollten.

Damit könnte sich der Investitions-Stau lösen, in dem v. a. der deutsche Heizungsmarkt steckt.

31. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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