Charlie Munger: Buffetts Partner ist jetzt 97 Jahre alt!

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Charlie Munger, der kongeniale Partner von Investment-Legende Warren Buffett, ist seit ein paar Tagen stolze 97 Jahre alt. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Das turbulente Börsenjahr 2020 liegt hinter uns. Am vergangenen Freitag hat das Jahr 2021 begonnen. Gleichzeitig ist am 1. Januar Charlie Munger, der kongeniale Partner der amerikanischen Investment-Legende Warren Buffett, stolze 97 Jahre alt geworden! Als Stammgast auf der Berkshire-Hauptversammlung in Omaha mit dem Duo Buffett/Munger an der Spitze, kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe auf ein Wiedersehen in Omaha.

Munger steht in den Medien häufig im Schatten von Buffett. Dabei ist es gerade die Kombination aus so unterschiedlichen Charakter-Köpfen, die aus dem einst maroden Textil-Unternehmen Berkshire Hathaway die erfolgreichste Investment-Gesellschaft der Neuzeit gemacht hat

Charlie Munger: Ein kurzes Portrait

Charles Thomas Munger wurde am 1. Januar 1924 als ältestes Kind des Anwalts Alfred C. Munger und seiner Frau Florence in Omaha/Nebraska geboren. Die Mungers waren traditionell eine Juristenfamilie, und so verdiente auch Charlie Munger zunächst sein Geld als Anwalt und wechselte erst später auf die Investoren-Seite.

Munger hat den Anlagestil bei Berkshire Hathaway stark verändert. Während Buffett, ganz im Sinne seines Lehrmeisters Benjamin Graham, ein Schnäppchenjäger war und Unternehmen mit günstigen Bewertungskennzahlen gesucht hat, erweiterte Munger den Begriff Value-Strategie.

Für Munger sind nicht nur Schnäppchen gute Value-Werte, sondern auch Unternehmen, die über einen elementaren Wettbewerbsvorteil verfügen. Für eine solche „Burg mit Burggraben“ soll man laut Munger auch bereit sein, relativ viel Geld zu zahlen.

So wurde der Süßwarenhersteller See’s Candies im Jahr 1972 nicht gekauft, weil die Kennziffern so beeindruckend waren, sondern weil die Marke, zumindest im Westen der USA, dem Unternehmen quasi eine Monopolstellung bzw. Schutzgraben verschafft hatte.

Klasse statt Masse

Munger ist auch kein Verfechter der Portfolio-Theorie, die besagt, dass man durch Diversifizierung (= Investition in eine Vielzahl von Werten) das Anlagerisiko minimieren kann.

Er ist der Meinung, dass ein Anleger sich auf seine besten Werte konzentrieren soll, frei nach dem Motto: Klasse statt Masse. Es sei besser, die verfügbaren Mittel in die zehn besten Aktien zu investieren, als weiter auf die Suche zu gehen und das zur Verfügung stehende Kapital auf die besten 100 zu verteilen.

Als Value-Anleger hält Munger auch nichts davon, auf jede Marktnachricht zu reagieren und permanent das Depot umzuschichten. Ist er von der Qualität eines Unternehmens überzeugt, hält er auch in stürmischen Zeiten daran fest.

Hier noch ein Durchhalteappell von Munger, falls es am Aktienmarkt Gegenwind gibt und die Gewinne nicht sofort fließen: „Die ersten 100.000 Dollar sind eine echte Zicke.“

Abschließend noch meine Einschätzung zur Aktie von Berkshire Hathaway: Dabei handelt es sich aus meiner Sicht um ein Basis-Investment, das in jedem Depot eine gute Figur macht. Aber Achtung: Die A-Aktie von Berkshire kostet rund 342.000 US-Dollar. Eine gute Alternative bietet die B-Aktie, die aktuell rund knapp 228 US-Dollar kostet. 

Und hier noch ein Blick auf den 10-Jahres-Chart der B-Aktie von Berlkshire Hathaway, der Ihnen zeigt, dass es sich dabei um ein gutes Langfrist-Investment handelt:

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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