Charts im Quick-Check: DAX, Rohöl und EUR/USD

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Die wichtigsten Charts der Woche in der Analyse: Der DAX kam nach dem Allzeithoch zurück, Öl folgt weiter unserem Trend und EUR/USD liegt bei 1,25. (Foto: Deutsche Börse AG)

Heute schauen wir zum Abschluss der Woche gleich auf drei verschiedene Charts. Wir hatten diese bereits in den letzten Tagen unter die Lupe genommen. Für Sie gibt es somit ein zeitnahes Update zu den aktuellen Veränderungen an der Börse.

DAX und die 20-Tagelinie

Es kam, wie ich es Ihnen prophezeit habe. Der DAX ging nach seinem spontanen Hüpfer über das Allzeithoch wieder nach unten zurück. Hier traf er auf eine Altbekannte – nämlich die 20-Tagelinie. Und genau dort drehten die Kurse dann auch wieder leicht nach oben. Zumindest war der heutige Tag dezent positiv.

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Die nächste Woche müsste nun eigentlich wieder Kurse jenseits der 13.400 Punkte bringen und wir könnten dann erstmalig auch nachhaltig darüber notieren. Vielleicht geht es auch noch einmal kurz für wenige Tage unter die 20-Tagelinie – noch ist nichts in Stein gemeißelt. Solange aber die 12.800 nach unten halten, sind wir weiterhin auf Aufwind. Somit wäre ein neues Allzeithoch im Februar durchaus realistisch.

Rohöl und die 50-Stundenline

Die 70 US-Dollar wurden vorgestern Abend erneut überschritten. Doch das Jahreshoch war auch hier erneut ein Anlass die Kurse im Anschluss zu drücken. Heute notieren wir bereits unter der 70 US-Dollar-Marke – wenn auch nur ganz knapp. Dennoch hat die 50-Stundenlinie im Chart wieder einmal Recht gehabt. Nach einem Durchbruch nach oben wurden wie angekündigt die 70 US-Dollar erreicht.

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Dax30 – Weiterhin schwach aufgestellt…

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Aktuell befinden wir uns wieder unter dieser Durchschnittslinie, somit sollten die Kurse vorerst nicht in die Höhe schnellen. Wenn wir ein wenig hinauszoomen, erkennen wir, dass Rohöl seit dem 9. Januar eher seitwärts verläuft als steigt. Das Tief vom 19. Januar stellt derzeit die Begrenzung nach unten da: Diese liegt bei etwa 68,37 US-Dollar.

Brent Crude könnte also in der kommenden Woche noch einmal in diese Richtung laufen. Auch wenn es im Moment einen sehr trägen Eindruck macht. Neue Impulse können nächste Woche Abhilfe schaffen und wieder für Bewegung im Ölmarkt sorgen.

EUR/USD und die 20-Tagelinie

Hier sind die Kurse nicht näher an die 20-Tagelinie angelaufen. Dafür gab es aber auch noch keinen Grund. Viel bedeutender ist, dass wir gestern die 1,25 im Chart kurzzeitig durchbrochen haben. Heute gab es einen weiteren Versuch die Marke zu knacken, dieser schlug aber knapp fehl. Dennoch: Der Kursverlauf des Währungspaar EUR/USD sieht weiterhin sehr kraftvoll aus. So werden wir wahrscheinlich spätestens im Februar auch Kurse nördlich der 1,25 als Tagesschlusskurs sehen.

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Sofort muss dieser Ausbruch nach oben aber nicht geschehen. Der Chart macht einen leicht überhitzten Eindruck. Das hält sich zwar noch im Rahmen, trotzdem wäre es jetzt auch nicht überraschend, wenn die nächste Woche mehr rote als grüne Kerzen hätte.

Zum Abschluss noch eine kleine Exkursion in die Geschichte. Wann hatte das Währungspaar zuletzt Kurse um die 1,25? Es ist schon eine Weile her: Im Dezember 2014! Damals war EUR/USD gerade auf einer Talfahrt von 1,40 kommend. Erst bei 1,04 gab es merklich Gegenwind und eine drei Jahre lange Seitwärtsphase begann. Diese ist jetzt eindeutig vorbei. Ein bisschen Luft gibt es nach oben durchaus. Erst bei 1,275 warten als Widerstände gleich drei Monatstiefs aus dem Jahr 2013.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.