Charttechnik: Kurs für Einsteiger mit Übungen und Lösungen – Teil 2

Sie haben die Übung zur Chartanalyse vom letzten Donnerstag in der Ausgabe von Salomon´s Märkte absolviert? Prima! Dann schauen Sie sich nun einfach meinen Lösungsvorschlag an.

Wenn Sie die Übung noch nicht erstellt haben, können Sie auf der Internetseite des GeVestor-Verlags die erste Ausgabe der Charttechnik-Reihe unter der Rubrik „Trading & Charts“ nachlesen und die erste Übung noch nachvollziehen.

Die Internetseite des Verlags erreichen Sie unter folgendem Link: GeVestor Financial Publishing Group

Übungen sind ausgesprochen wichtig. Chartanalyse erlernen Sie nicht allein durch das Lesen von Lehrbüchern. Daher meine Empfehlung an Sie:

Nutzen Sie diese Chance, einen kostenfreien Einstieg in die Chartanalyse zu erhalten. Betrachten Sie mich als Coach, der Sie in die Welt der Technischen Analyse einführt.

Ihre Übung – mein Lösungsvorschlag

Ihre Aufgabe war es, in den Wochenchart von Henkel einen oder mehrere Aufwärtstrendlinien einzuzeichnen. Beachten Sie hierbei bitte die Definition eines Aufwärtstrends:

Ein Aufwärtstrend wird bestimmt durch jeweils höhere Hochs und höhere Tiefs (Konsolidierungen). Die Trendlinie wird unterhalb der Kurse eingezeichnet und durch mindestens zwei Tiefpunkte angelegt.

Der zweite Tiefpunkt liegt hierbei höher als der erste. Das zwischen den beiden Tiefs liegende Hoch wiederum muss hierbei jedoch nachfolgend überschritten werden, damit auch ein Aufwärtstrend vorliegt.

Die Konstruktion einer Aufwärtstrendlinie ist dann recht einfach. Sie suchen sich im Kursverlauf möglichst markante Tiefpunkte und zeichnen sodann durch die Tiefpunkte Aufwärtstrendlinien ein.

Mein Lösungsvorschlag: Henkel: beispielhafte Aufwärtstrendlinien (s. Grafik).

Erläuterungen zu den dargestellten Aufwärtstrend-Linien:

  1. Diese Aufwärtstrendlinie ist zwar korrekt, aber wenig aussagekräftig, da sich der Kurs immer weiter von der Trendlinie entfernt. Achten Sie stets darauf, dass eine Trendlinie eng am Kurs entlang läuft.
  2. Ein schöner, kurzfristiger Aufwärtstrend.
  3. Ebenso wie B ein kurzfristiger Aufwärtstrend.
  4. Bei Bruch der Aufwärtstrendlinie ein erstes Verkaufssignal.
  5. In Verbindung mit der Aufwärtstrendlinie D ein weiteres Verkaufssignal.
  6. Ein sehr kurzfristiger Aufwärtstrend. Da dieser Trend gegen die vorherige deutliche Abwärtsbewegung läuft, ist der Bruch der Trendlinie ein kurzfristiges Verkaufssignal.
  7. Ein steiler Aufwärtstrend. Steile Trends neigen dazu, sich abzuflachen.
  8. Ein erstes Verkaufssignal. Der steile Trend hingegen lässt noch das Szenario einer Konsolidierung zu. Die Chance, dass sich die Aufwärtsbewegung lediglich abflacht und keine Trendwende vorliegt, ist daher vorhanden.
  9. Dies ist KEINE Aufwärtstrendlinie. Beachten Sie hier die obige Definition. Da die Aufwärtstrendlinie am letzten Tief anliegt und noch kein neues Hoch erreicht wurde, ist diese Aufwärtstrendlinie falsch! Erst ein neues Hoch würde die Annahme, dass hier ein Aufwärtstrend vorliegt, bestätigen.

Vielen Dank, dass Sie bei der ersten Lektion „Chartanalyse“ mitgemacht haben.

Zweite Übung:

Nun möchte ich Sie bitten, eine zweite Übung zu absolvieren. Zeichnen Sie in den obigen Kursverlauf von Henkel eine oder mehrere Abwärtstrendlinien ein.

Die Definition eines Abwärtstrends:

Ein Abwärtstrend wird bestimmt durch jeweils tiefere Tiefs und tiefere Hochs (Konsolidierungen), die Trend-Linie wird oberhalb der Kurse eingezeichnet. Die Trend-Linie wird durch mindestens zwei Hochpunkte angelegt.

Der zweite Hochpunkt liegt hierbei tiefer als der erste. Das zwischen den beiden Hochs liegende Tief wiederum muss hierbei jedoch nachfolgend unterschritten werden, damit ein Abwärtstrend vorliegt.

Viel Spaß bei der zweiten Übung. Sie erhalten in der morgigen Ausgabe einen Lösungsvorschlag und eine neue Übung zur Trend-Analyse.

18. April 2011

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Stefan Salomon
Von: Stefan Salomon.

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