Deutsche-Bank-Chef Cryan warnt vor Blasen

Auch bei der letzten EZB-Ratssitzung verkündete Mario Draghi nicht die von vielen herbeigesehnte geldpolitische Wende.

„Ein sehr substanzielles Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung ist weiterhin nötig.“ Das war die Kernaussage Draghis.

Die EZB wolle nun erst im Herbst ihre Instrumente auf den Prüfstand stellen. “Wahrscheinlich wird der Großteil der Entscheidungen im Oktober getroffen”, kündigte Draghi an.

Die Europäische Zentralbank könne dies aber auch noch verschieben, sollte sie noch nicht so weit sein…

Forderungen aus deutschen Landen

Vor der letzten EZB-Ratssitzung forderte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon:

Die EZB dürfe die Entscheidung, ihre extrem expansive Geldpolitik wieder zurückzudrehen, nicht immer wieder auf Wiedervorlage setzen.

Er wünsche sich, dass die Notenbank “in kleinen Schritten anfängt”, die Zinsen zu normalisieren.

Der Chef des Verbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, erklärte:

Die rund 1.000 kleinen Institute, die seinem Verband angeschlossen seien, warteten händeringend darauf, dass die EZB sich endlich bewege:

“Uns allen ist wohl klar, dass die EZB langsam überzieht.”

Chef der Deutschen Bank warnt vor Blasen

Aber nicht nur die deutschen Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken fordern eine Wende der Geldpolitik der EZB.

Selbst der Deutsche-Bank-Chef John Cryan drängt auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

„Die Zeit des billigen Geldes in Europa sollte enden – trotz des starken Euro“. Das sagte Cryan während der Tagung „Banken im Umbruch“ in Frankfurt am Main.

Weiter meinte Cryan, dass das viele billige Geld der Notenbanken den Finanzmärkten in den zurückliegenden Krisenjahren unbestritten geholfen habe.

Der Chef der Deutschen Bank gab aber zu bedenken, dass die lockere Geldpolitik zu immer größeren Verwerfungen führe.

Wörtlich fügte er hinzu: „Wir sehen inzwischen Anzeichen von Blasen an immer mehr Stellen des Kapitalmarktes, an denen wir sie nicht erwartet hätten.“

Fazit

So etwas sollten wir alle ernst nehmen!

Wenn selbst der Deutsche-Bank-Chef an vielen Stellen des Kapitalmarktes Blasen erkennt, sollte auch der letzte Super-Bulle und Optimist etwas nachdenklicher und vorsichtiger werden!

Sicher ist, dass diese Blasen, wie immer in der Geschichte, platzen werden. Und es ist auch sicher, dass dies nie und nimmer schmerzfrei über die Bühne gehen wird.

Insofern hat es für uns höchste Priorität, unsere Vermögen vor den platzenden Blasen zu schützen.

13. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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