Chemie-Aktien: Die Konsolidierungs-Welle rollt unaufhaltsam weiter

Die Konsolidierungs-Welle rollt in der Chemie- (und insbesondere der Agrarchemie-)Branche unaufhaltsam weiter.

Davon sind auch die Unternehmen betroffen, die wir für Sie beobachten.

Hinter vielen Übernahmen stehen aber große regulatorische Fragezeichen, was sich im Fall von Syngenta und Monsanto auch in den 2-stelligen Preisabschlägen zu den Übernahme-Angeboten widerspiegelt.

Diese bieten für risikofreudige Anleger interessante Arbitrage-Möglichkeiten.

So sieht es aktuell in der Branche aus

Bei Syngenta wird die Übernahme nicht, wie ursprünglich anvisiert, bis zum Ende des Jahres vollzogen. 2 große Unsicherheiten belasten:

Zum einen hat die EU-Kommission eine tiefergehende Prüfung angekündigt.

Zum anderen wird darüber spekuliert, ob ChemChina die Übernahme aufgrund seiner angespannten Finanz-Situation überhaupt stemmen kann und die nötige Rückendeckung der chinesischen Regierung hat.

Monsanto hat im Übernahmestreit mit Bayer eingelenkt. Bayer hat sein Angebot erhöht und will Monsanto für 66 Mrd. $ kaufen.

Ein wichtiger Etappensieg war die Zustimmung von Monsantos Aktionärs-Mehrheit zu dem Deal. Jetzt müssen die Kartell-Behörden in der EU und den USA noch nachziehen.

Bayer-Chef Baumann ist optimistisch, die Übernahme bis Ende 2017 vollziehen zu können.

Ob Bayer die Synergien letztlich nutzen kann, oder ob der riesige Kosten-Apparat implodiert, muss die Zeit entscheiden. Die Marktmacht wäre jedenfalls gewaltig.

Wettbewerbs-Behörden werden gezielt behindert

Doch das ist noch längst nicht alles. Ein weiterer Zusammenschluss in dieser Größenordnung bahnt sich zwischen Dow Chemical und DuPont an.

Beide Unternehmen haben sich bereits geeinigt. Was noch fehlt, ist die Zustimmung der Behörden rund um den Globus.

Durch die Fusion wird der neue Mega-Konzern so viel Marktmacht besitzen, dass er Preise bestimmen und die Qualität der Produkte künstlich herabsenken könnte.

Die EU-Kommission hat bereits ihre Bedenken geäußert. Zudem fällt negativ auf, dass beide Konzerne die Prüfung der Wettbewerbs-Behörden blockieren.

Es werden nur schleppend notwendige Papiere eingereicht, Gutachten missachtet und wichtige Informationen nur sehr langsam preisgegeben.

Dieses Geschäfts-Gebaren verzögert die Arbeit der Behörden. Wann die Prüfung des Zusammenschlusses endgültig abgeschlossen sein wird, ist deshalb unklar.

FUCHS zeigt, wie es richtig geht

Ob diese riesigen Übernahmen tatsächlich einen echten wirtschaftlichen Mehrwert liefern, ist umstritten – man denke nur zurück an das Milliardengrab der Daimler-Chrysler-Fusion!

Allerdings können strategische Übernahmen das Wachstum mittelfristig sicherstellen.

Wie es richtig geht, hat FUCHS PETROLUB mehrfach bewiesen; in der Vergangenheit lief alles wie geschmiert:

Mit der Übernahme einer Statoil-Tochter und der Pentosin-Werke wurde die Marktstellung in Europa und Nordamerika deutlich verbessert.

Der Umsatz stieg um rund 11% und der Gewinn verbesserte sich – trotz Sonderbelastungen – um 5,3%.

8. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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