Chemische Industrie klagt über schwache Nachfrage

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Die Chemieindustrie gilt ja nach wie vor als guter konjunktureller Frühindikator. Der drittgrößte Industriezweig Deutschlands erwartet ein schwieriges Jahr 2019. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Noch immer ist die Lage, insbesondere die Auftragslage, in der chemischen Industrie ein exzellenter Frühindikator für die weitere konjunkturelle Entwicklung. In deutschen Landen ist die chemische Industrie bis heute noch ein eminent wichtiger Wirtschaftszweig, der nach wie vor in seiner Bedeutung eher unterschätzt wird.

Doch einige Zahlen machen Ihnen die Bedeutung klar: Wir reden hier vom drittgrößten Industriezweig des Landes mit einem Jahresumsatz von mehr als 200 Milliarden Euro im Jahr 2018. Die chemische Industrie merkt es jedenfalls als erstes, wenn es in den anderen Industrien alles andere als rund läuft und bergab geht. Fast überall werden ja chemische Vorprodukte benötigt und dementsprechend kommt eine konjunkturelle Flaute sofort in den Orderbüchern der Unternehmen der chemischen Industrie an.

Schwieriges Umfeld im Jahr 2019

Allen offiziellen Beschönigungen und Beschwichtigungen zum Trotz könnte das Jahr 2019 ein historisch schlechtes, ja rezessives Jahr für die Chemieindustrie werden. Der Präsident des Branchenverbands VCI, Herr Van Bylen, gab bekannt, dass der Branchenumsatz im ersten Quartal 2019 rückläufig gewesen sei. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 48,3 Milliarden Euro gefallen. Dabei hätte sich vor allem ein schwaches Inlandsgeschäft, insbesondere mit der Automobilbranche, bemerkbar gemacht.

Tatsache ist auch, dass die Produktion der Industrie in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 um sechs Prozent gefallen sei. Das ist schon ein Wort. Sehr beachtlich auch, dass der Verband einen sehr ernüchternden Ausblick auf das Gesamtjahr 2019 gab. Die Produktion dürfte in diesem Jahr um 3,5 Prozent schrumpfen und der Branchenumsatz um 2,5 Prozent auf 197,9 Milliarden Euro zurückgehen. Für Unsicherheit sorge dem VCI zufolge weiterhin die anhaltende Hängepartie beim geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie der nach wie vor nicht gelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Ja, liebe Leser, die chemische Industrie rechnet also für 2019 mit einem drastischen Rückgang von Produktion und Umsatz. Das ist kein gutes Omen für die weitere Entwicklung der deutschen Industrie. Im Gegenteil, es steht zu befürchten, dass das Jahr 2019 zum ersten Krisenjahr nach dem Ende des XXL-Aufschwungs werden wird.

Aufschwungs werden wird. XXL-Aufschungs werden wird. ahr. W diese Hoffnung als trügerisch herausstellen sollte.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

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