China-Crash droht – Das sind die Gründe

Krisengefahren lauern v. a. in Europa und den USA – das denken die meisten Investoren.

Doch genauso gut lohnt es sich, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und zu sehen, wo es denn darüber hinaus noch größere Gefahren gibt.

China – Die große Gefahr

Meiner Einschätzung nach werden die aufziehenden Probleme in China bei uns nicht genügend gesehen.

Aber eines muss Ihnen klar sein: Das Reich der Mitte ist eine große Gefahr – für jeden einzelnen von uns!

Als Auslöser für die nächste Finanzkrise sehe ich u. a. China als wesentlichen Faktor an. Denn gerade dort trübt sich derzeit die Lage weiter ein.

Wie die aktuellen Wirtschaftsdaten der vergangenen Monate zeigen, ist die Wirtschafts-Entwicklung in China wieder deutlich geringer ausgefallen, als von den Analysten erwartet.

Während die Experten von einem Produktions-Wachstum in der Industrie von 6,5% gegenüber dem Vorjahres-Monat ausgingen, waren es im Herbst 2016  tatsächlich nur 6% Zuwachs.

Wachstumsraten in China gehen deutlich zurück

Schon letztes Jahr musste China mit nur noch 6,9% sein schwächstes Wachstum seit 25 Jahren einräumen.

Die derzeitigen Zahlen deuten bereits darauf hin, dass sich das Wirtschafts-Wachstum dort weiter verlangsamt und die von der Regierung angepeilten 7% erneut nicht erreicht werden.

Ein Großteil des weltweiten Aufschwungs der letzten 10 Jahre geht auf das Wachstum in China zurück. Kommt es dort zu einem spürbaren Rückgang, hat das unmittelbare Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.

Die Negativ-Entwicklung ist meiner Ansicht nach viel massiver, als es von der chinesischen Regierung zugegeben wird.

Wenn jedoch das Wachstum in China – und in Folge davon das der ganzen Welt – immer schwächer ausfällt, wird damit das Fundament der optimistischen Börsenkurse erschüttert.

Die stark steigenden Aktienwerte lassen sich nur dann rechtfertigen, wenn auch die reale weltweite Wirtschaft dauerhaft wächst.

Fällt hier die „Wachstums-Lokomotive“ China zunehmend aus, belegt dies, dass die Börsen überbewertet sind – und es kommt früher oder später zum Crash.

Auch die EZB hat schon in ihrem letzten Wirtschafts-Bericht darauf hingewiesen, dass die Entwicklung in den Schwellenländern durchaus die Gefahr eines globalen Finanz-Schocks in sich berge.

Da kann einem nur angst und bange werden . . .

Für mich gilt daher: Wer im Moment genauer hinschaut und die Entwicklung in China verfolgt, kann es wirklich mit der Angst zu tun bekommen.

Es sieht immer mehr danach aus, dass wir hier kurz vor einem großen, vernichtenden Knall stehen, der die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds bringen kann.

Denn ein Crash in China wird nicht nur im fernen Osten ganze Vermögen flächendeckend vernichten. Auch wir hier müssen uns dann warm anziehen, wenn es im Reich der Mitte kracht.

Dafür gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen:

Wenn die chinesische Wirtschaft kollabiert, bricht für die westliche Industrie einer der wichtigsten Märkte weg.

Und mindestens genauso schlimm: China wird mehr und mehr Währungs-Reserven verkaufen müssen – schließlich hat das Land im großen Stil in Dollar und Euro investiert.

Wenn China ans Eingemachte muss und die Währungs-Bestände auf den Markt bringt, gerät der Euro noch weiter unter Druck – ein weiterer Sargnagel für die Gemeinschafts-Währung.

28. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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