China: Krisengefahr ist extrem groß dort

China gilt im Westen immer noch als das asiatische Boomland schlechthin. Doch unter der Oberfläche baut sich aktuell eine Krisengefahr auf, die auch bei uns in Deutschland für negative Folgen sorgen wird.

Allein schon durch die Größe der Volkswirtschaft hat das Land das Potenzial die Weltwirtschaft in eine Kiste zu stürzen.

Zuletzt haben sich die meisten Marktbeobachter auf die Entwicklungen in der ohnehin schon kleinen Eurozone konzentriert. Letztendlich geht es derzeit doch vor allem um die Entwicklung in Griechenland.

Das ist definitiv zu viel der Ehre für dieses kleine Land. Nur um ihn eine einfache Vorstellung von der unterschiedlichen Sprengkraft beider Länder zu geben. China hat eine Bevölkerung von mehr als 1,2 Milliarden Menschen und ist damit das bevölkerungsreichste Land der Erde. Griechenland bringt es gerade mal auf 11 Millionen Einwohner.

Sicherlich werden Sie einwenden, dass die Größe der Bevölkerung erst mal wenig aussagt. Da gebe ich Ihnen Recht. Doch in diesem Fall ist es auch spannend auf die Entwicklung der Schulden zu schauen.

Bei Griechenland ist es relativ einfach die Zahlen liegen offen und können auf Basis der EU Statistiken klar nachvollzogen werden. Die Schuldenquote liegt hier bei rund 170 %. Das gibt das Verhältnis der Bruttoschulden zur Wirtschaftsleistung des Landes an.

Für China ist es deutlich schwieriger aktuelle Zahlen zu bekommen, die auch noch wirklich den realen Stand wiedergeben. Dafür ist die Macht der Schattenbanken in China einfach zu groß.

Offizielle Statistiken sind schön und gut, doch die Gefahr von Fälschungen ist dort noch sehr viel größer als wir es schon aus der westlichen Welt kennen. Klare Angaben gibt es zu den offiziell veröffentlichten Zahlen zu Staatsverschuldung in China. Die liegt mit 23 Billionen Dollar deutlich höher als in den USA.

Chinesische Devisenreserven bieten nur vermeintliche Sicherheit

Ungeachtet der Schulden werden immer wieder die massiven Devisenreserven Chinas gelobt, die eine gewisse Sicherheit bieten. Doch mit einem Volumen von knapp 4 Billionen Dollar liegen sie eben deutlich unter den gesamten Schulden des Landes.

Schon vor gut einem Jahr stellte ich dazu an dieser Stelle fest: „Wenn es in China zu einem Crash kommt werden die Folgen massiv sein. Ich bin davon überzeugt, dass es zum Crash kommt, weil in China gleich verschiedene Spekulationsblasen und deren Platzen das Land bedrohen.

Im Einzelnen sind eine Kreditblase und zusätzlich eine Immobilienblase. Wenn also das Land tatsächlich ein Crash erleben sollte, wird die Regierung dort schnell dazu gezwungen sein, seine Devisenreserven in Form von US-Staatsanleihen zu verkaufen.

Das bedeutet, das dann noch die USA und damit die ganze Weltwirtschaft mit in den Abgrund gerissen werden. Ein Crash in China ist unmittelbar mit einem Crash der Weltwirtschaft verbunden. Und das ist das ungeheure Gefahrenpotenzial, was aus diesem Land ausgeht.“

Deshalb ist es auch weiter angesagt für sie, ihr Vermögen aktiv abzusichern. Noch ist es ruhig in China, aber meiner Einschätzung nach ist das nur eine Frage der Zeit.

18. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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