China: Notenbank stockt Goldreserven massiv auf

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Weltweit treten die Notenbanken als Goldkäufer auf – ganz besonders stark ist hier die chinesische Notenbank aktiv. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Gold bleibt weiterhin ein interessantes Investment. Das zeigen auch die aktuellen neuesten Statistiken zur Entwicklung der Käufe der Notenbanken. Dazu müssen Sie eins wissen: Die internationalen Notenbanken halten signifikante Goldbestände, umso die eigenen Währungsreserven zu verstärken.

Besonders im Fokus steht dabei immer wieder China. Das asiatische Boomland hat über Jahre hinweg keine Zahlen zu den eigenen Goldreserven veröffentlicht. Doch das ist jetzt anders, denn zuletzt hat die chinesische Notenbank offiziell die Goldbestände nachhaltig aufgestockt.

Und dass diese Entwicklung noch nicht zu Ende ist, zeigen auch die jetzt wieder veröffentlichten Zahlen. So hat die chinesische Notenbank im Februar die Reserven um 360.000 Unzen gesteigert. In Summe machen damit die chinesischen Goldreserven bei der Notenbank jetzt schon rund 60,6 Mio. Unzen aus – und das zum Stichtag Ende März 2019.

Laut aktueller Analysen der Rohstoffabteilung von ING hat China allein seit November 2018 die eigenen Goldreserven um knapp 1,4 Mio. Unzen aufgestockt. „Diese deutlichen Steigerung der chinesischen Goldreserven passieren in einer Zeit, in der die Handelsspannungen zwischen den USA und China weiterhin hoch sind“, erklärt dazu der ING-Rohstoffanalyst.

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Nicht nur Chinas Notenbank kauft Gold… das stützt den Goldpreis

Da China nicht allein ist mit diesem großen Interesse an dem Edelmetall, wirkt diese Entwicklung auch als eine Art Unterstützung für den Goldpreis. Viele Experten sind sich darüber einig, dass diese Entwicklung auch längere Zeit anhalten kann. Dazu tragen schlicht und einfach die vielen aktiven Krisenherde rund um den Globus bei.

Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der US-Dollar. Viele Währungsreserven weltweit werden in US-Dollar gehalten. Doch durch die nicht mehr klar kalkulierbare Politik der Vereinigten Staaten, wollen jetzt etliche Notenbanken ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren. Daher bietet es sich an, größere Positionen Gold aufzubauen, um das Ziel zu erreichen.

Auch wenn der Goldpreis zuletzt nicht nach oben ausgebrochen ist, so haben doch wohl auch die starken Käufe der Notenbanken zu einer Stabilisierung beigetragen. Und auf dem aktuellen Niveau stocken eben extrem viele Notenbanken weltweit ihre Positionen beim Gold weiter auf. Diese Entwicklung hat es auch schon im vergangenen Jahr gegeben.

Hier haben die weltweiten Notenbanken nach Angaben des Branchenverbandes World Gold Council (WGC) insgesamt 651,5 Tonnen Gold gekauft. Das war der höchste Zuwachs bei den Goldbeständen der Notenbanken in knapp 50 Jahren. Hier sehen Sie deutlich die große Bedeutung dieser Akteure für den gesamten Goldmarkt. Und da dies auch weiterhin erst einmal so bleiben wird, sehe ich hier eine gute Unterstützung für das Edelmetall.


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Heiko Böhmer
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