Church & Dwight: Geputzt und gepflegt wird immer

Bei Church & Dwight geht es weiter aufwärts. Auch im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Konsumgüterhersteller steigende Ergebnisse. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Hierzulande ist Church & Dwight den meisten Menschen kein Begriff.

Das liegt v. a. daran, dass die Produkte überwiegend in Nordamerika vertrieben werden und dieser Markt 3/4 des Konzernumsatzes ausmacht.

International expandiert der Konzern vorrangig in englischsprachige Länder wie Großbritannien und Australien.

Expansion in Schwellenländern

Doch auch die Präsenz in Schwellenländern wie China und Brasilien wurde stark ausgebaut.

Hier verspricht sich Church & Dwight von der rasant wachsenden Mittelschicht zu profitieren, die ihre Lebensgewohnheiten immer mehr den westlichen Gepflogenheiten anpasst und dabei bevorzugt auf Markenprodukte von amerikanischen und europäischen Herstellern zurückgreift.

Erneut ein starkes Quartal

Bei Church & Dwight waren die Marken ARM & HAMMER sowie Oxiclean erneut die stärksten Wachstumstreiber.

Der Umsatz legte im 2. Quartal um 4,8% auf 847 Mio. $ zu. Der Anstieg basierte dabei hauptsächlich auf organischem Wachstum.

Das operative Ergebnis verbesserte sich nur um 3% auf 142,3 Mio. $, weil einmalige Pensions-Rückstellungen verbucht wurden. Unterm Strich stieg der bereinigte Gewinn um 12% auf 55 Cent je Aktie.

Das Geschäftsmodell kennt keine Krise

Neben den bekannten Marken liegt die besondere Stärke von Church & Dwight im konjunkturresistenten Geschäftsmodell.

Denn die Nachfrage nach Haushaltswaren ist auch in Krisenzeiten stabil, was dem Konzern anhaltend sprudelnde Umsätze und Gewinne garantiert.

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Dieser Erfolgsfaktor spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der langfristig nur den steilen Weg nach oben kennt und den Index massiv outperformt.

Während der S&P 500 im Krisenjahr 2008 spürbare Verluste hinnehmen musste, zeigt der Kursverlauf von Church & Dwight lediglich eine kleine Delle (siehe Vergleichschart auf der nächsten Seite).

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Church & Dwight hat sich bei den Verbrauchern eine ausgezeichnete Position erarbeitet. Die Produkte sind aus den Haushalten gar nicht mehr wegzudenken, und deshalb wird sich das profitable Wachstum auch weiter fortsetzen.

Alles in allem sieht Church & Dwight auch mit 7 erfüllten messbaren Kriterien aus fundamentaler Sicht vielversprechend aus.

Mit unseren Rendite-Berechnungen kommen wir auf eine durchschnittliche jährliche Kursrendite von rund 16%, die Sicherheitsmarge beträgt dabei 37%.

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Zu der Kurs-Performance kommt noch eine Dividende hinzu, die zwar auf den ersten Blick nicht gerade üppig aussieht.

Doch zum einen ist die Dividendenrendite von 1,5% bei weitem immer noch höher als die Zinsen auf Festgeldkonten und andererseits entwickelt sich die Dividendenrendite über eine längere Haltedauer zu einer Geldmaschine.

Wer beispielsweise im Jahr 2000 investiert hätte, würde heute auf seinen Einsatz eine Dividendenrendite von über 23% einfahren. Mit einer Rendite von 23% verdoppeln Sie Ihr Kapital in etwa alle 3 Jahre.

Sie sehen: Mit der richtigen Auswahl lassen sich auch mit defensiven Aktien richtig hohe Renditen erzielen.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.