Coca Cola-Aktie: Buffetts Liebling überrascht mit kräftigem Gewinnsprung

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Coca Cola-Aktie: Buffets Liebling meldet kräftigen Gewinnsprung. Kalorienarme Getränke sorgen für Rückenwind (Foto: EIroi / shutterstock.com)

Mit unerwartet starken Zahlen hat der Brausegigant Coca Cola seine Anleger überrascht. Viele hatten den US-Konzern bereits abgeschrieben. Der anhaltende Gesundheitstrend, die an Popularität gewinnende Zuckersteuer und der Streit mit Verbraucherschützern sorgten zuletzt für negative Stimmung. Immer wieder sieht sich der Softdrink-Riese mit dem Vorwurf konfrontiert, mitverantwortlich für die Ausbreitung von Fettleibigkeit und Diabetes zu sein.

Dem Aktienkurs hat es bislang wenig geschadet. Nach dem jüngsten Kursaufschwung notieren die Coca Cola-Papiere nur kurz unter ihrem Allzeithoch.

Weltweit führend bei Softdrinks

Bevor ich auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den Konzern mit seiner Strategie nochmals im Detail vorstellen. Die Erfolgsgeschichte von Coca-Cola begann vor über 130 Jahren mit einem Zufall: Der amerikanische Arzt und Apotheker John Pemberton erfindet 1886 einen Sirup, der Kopfschmerzen und Müdigkeit vertreiben soll.

Gemixt mit Wasser entsteht daraus das Getränk Coca-Cola. Heute ist der Konzern einer der weltweit größten Softdrink-Produzenten. Das Unternehmen besitzt die Rechte an weltweit rund 500 Marken. Zu den Produkten gehören Erfrischungsgetränke mit und ohne Zucker, Schorlen, Eistees, Sportgetränke, Säfte, verschiedene Mineral-, Heil- und Tafelwasser sowie gekühlte, trinkfertige Kaffeespezialitäten.

Mit den Produkten Coca-Cola, Diet Coke, Sprite und Fanta gehören vier Produkte der Coca-Cola Company zu den ‘World’s top five’ der nicht-alkoholischen kohlensäurehaltigen Getränke.

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Gewinn schießt um 70% nach oben

Die gerade vorgelegten Zahlen konnten die Anleger überzeugen. Dank dem steigenden Absatz mit kalorienarmen Getränken kletterten die Gewinne im zweiten Quartal auf 2,3 Milliarden Dollar in die Höhe. Das entspricht einem kräftigen Zuwachs von 70%. Der Umsatz sank aber durch den weiteren Verkauf von Abfüllbetrieben um 8% auf 8,9 Milliarden Dollar. Sie müssen wissen: Der US-Konzern trennt sich weltweit von Soda-Abfüllern und gibt das Geschäft an andere Firmen ab. Der Hintergrund ist so simpel wie einleuchtend: Es sollen Kosten eingespart werden. Wenn Sie diese „Sondereffekte“ ausklammern, ergibt sich sogar ein Anstieg um 5%.

Zuckersteuer auf dem Vormarsch

Mit seiner Positionierung auf kalorienarme Getränke hat Coca Cola den Druck bei den zuckerhaltigen Limonaden abfangen können. Immerhin gibt es die Zuckersteuer mittlerweile in 30 Ländern. Seit April übrigens auch in Großbritannien. Ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter fällt eine Sonderabgabe von 18 pence an, ab acht Gramm Zucker sind es sogar 24 Cent. Die Einfuhr der Steuer hat den Absatz in einzelnen Märkten bereits empfindlich einbrechen lassen.

Handelsstreit macht sich bemerkbar

Bei Vorlage der Zahlen machte Firmenboss James Quincey auch auf die negativen Auswirkungen des Handelskonflikts aufmerksam. So gab es auf Grund gestiegener Stahl- und Aluminiumzölle bereits unerwartete Preiserhöhungen von den Abfüllpartnern des Konzerns.

Warren Buffett weiter mit an Bord

Über den Gewinnanstieg dürfte sich auch die Investmentlegende Warren Buffett gefreut haben, der seit Jahren zu den größten Aktionären des Konzerns gehört. Insgesamt hält Buffett Aktien im Gegenwert von 17,3 Milliarden Dollar, was immerhin 9,40% der gesamten ausstehenden Firmenanteile entspricht.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.