Coca-Cola: Starke Zahlen beflügeln Getränkeriesen

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Coca Cola-Aktie: Brausegigant überrascht mit starkem Quartal und schraubt Gesamtjahresziele nach oben . Aktie haussiert und erreicht höchstes Niveau der Firmengeschichte (Foto: Katherine Welles / shutterstock.com)

Die gerade vorgelegten Zahlen des Getränkeriesen Coca-Cola dürften nicht nur dem Großaktionär Warren Buffett ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert haben. Um satte 6% zog der Kurs direkt nach der Präsentation der Geschäftsentwicklung an und kletterte damit auf das höchste Niveau der Firmengeschichte. Nach der beeindruckenden Kursrallye beträgt der Börsenwert des Konzerns mittlerweile über 230 Milliarden Dollar.

Coca-Cola im Portrait

Klar kennen Sie das Getränk Coca-Cola – immerhin liegt die Bekanntheit der Marke in Deutschland bei fast 100%. Aber wussten Sie auch, dass der Apotheker John Stith Pemberton das Getränk bereits am 8. Mai 1886 erfunden hat? Den Namen Coca-Cola ließ sich Pemberton klugerweise sechs Jahre später als Marke schützen, nachdem er damit begonnen hatte, das Getränk zunächst in den USA und später dann auch im Ausland zu vermarkten. Seitdem hat das Erfrischungsgetränk in der charakteristischen Flasche einen unvergleichlichen Siegeszug rund um den Globus angetreten.

Heute gehört der Coca-Cola-Konzern zu den weltweit größten Softdrink-Produzenten. Das Unternehmen besitzt die Rechte an weltweit rund 500 Marken. Zu den Produkten, die allesamt alkoholfrei sind, gehören Erfrischungsgetränke mit und ohne Zucker, Schorlen, Eistees, Sportgetränke, Säfte, verschiedene Mineral-, Heil- und Tafelwasser sowie gekühlte, trinkfertige Kaffeespezialitäten.

Auch die Angebotsform ist vielseitig. Die unterschiedliche Packungsgrößen sind zugeschnitten auf den Bedarf von Singles, Großfamilien oder eignen sich für unterwegs. Mit den Produkten Coca-Cola, Diet Coke, Sprite und Fanta gehören vier Produkte der Coca-Cola Company zu den ‘World’s top five’ der nicht-alkoholischen kohlensäurehaltigen Getränke. Daneben zählen zu den erfolgreichsten Marken Coca-Cola Zero, Minute Maid, Powerade, Aquarius, Dasani, Glacéau Vitaminwater, Simply oder Georgia.

Breitere Produktpalette sorgt für deutlichen Rückenwind

In den zurückliegenden Jahren hatte der Konzern vor allem mit dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein seiner Kundschaft zu kämpfen. Doch die eingeleiteten Initiativen hin zu einem breiteren und vor allem kalorienärmeren Angebot machen sich inzwischen positiv bemerkbar.

Unter anderem expandierte Coca-Cola in das Geschäft mit Kaffee und kaufte die britische Coffeeshop-Kette Costa. Zugleich brachte der Konzern eine Coke-Kaffee-Kombination seiner Brausemarke in einigen asiatischen Ländern auf den Markt. Darüber hinaus hat der Konzern versucht, den Absatz in seinem Heimatmarkt mit neuen Soda-Aromen wie Orange Vanilla Coca-Cola zu beleben. Offenbar mit Erfolg: Coca-Cola hat im zweiten Quartal den Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten und Anlegern übertroffen. Der US-Getränkekonzern baute zudem seinen weltweiten Marktanteil weiter aus und hob seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr an.

Umsatzplus von 6% im zweiten Quartal

Im zurückliegenden Quartal gingen bei Coca-Cola Umsätze in Höhe von 10 Milliarden Dollar durch die Bücher. Das entspricht einem Anstieg um 6%. Unter dem Strich blieb dabei ein Nettogewinn von 2,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 61 Cent je Aktie hängen. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahresquartal stand ein Gewinn von 2,32 Milliarden beziehungsweise 54 Cent ja Aktie in den Büchern.

Jahresausblick wird nach oben geschraubt

Nach einem starken ersten Halbjahr zeigt sich der Konzern jetzt zuversichtlicher. Statt wie bislang 4%, will das Unternehmen organisch nun ein Wachstum von 5% erreichen. Unterdessen soll sich das operative Ergebnis währungsbereinigt um 11 bis 12% verbessern. Bislang war ein Anstieg zwischen 10 bis 11% angepeilt werden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll weiterhin das Vorjahresniveau erreichen oder um 1% darüber oder darunter liegen.

Buffett reibt sich die Hände

Über die gute Geschäftsentwicklung dürfte sich vor allem auch der Großaktionär Warren Buffett freuen. Er ist mit einem Aktienbesitz von 400 Millionen Stücken weiterhin einer der größten Einzelaktionäre des Konzerns. Er hält insgesamt 9,38% aller ausstehenden Firmenanteile mit einem beeindruckenden Gegenwert von 18,74 Milliarden Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.