Coca-Cola: Umsatz und Gewinn sinken, Absatz steigt

Der Gewinn von Coca-Cola ist im ersten Quartal um ca. zehn Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar gesunken, während der Umsatz um drei Prozent auf 7,17 Milliarden Dollar abrutschte.

Coca Cola Umsatz: Analysten nur mäßig befriedigt

Durch den großen Durst auf koffeinhaltige Erfrischungsgetränke in Lateinamerika und Asien legte der Absatz weltweit jedoch um zwei Prozent zu. In Europa und dem heimischen Markt in Amerika gab der Absatz jedoch um zwei Prozent nach.

Mit diesen Zahlen konnte den Erwartungen der Analysten gerecht werden, obwohl ein geringfügig höherer Umsatz erwartet wurde. Da Coca-Cola in Deutschland mehrere Abfüller zusammengelegt hat, belasteten die Abschreibungen den Konzerngewinn.

Coca Cola Umsatz: Eine Blühende Zukunft?

Da sich der weltgrößte Hersteller von Erfrischungsgetränken momentan einem weltweiten Konzernumbau unterzieht, erwartet Coca-Cola-Geschäftsführer Muhtar Kent bis Ende 2011 jährliche Einsparungen von rund einer halben Milliarde Dollar.

Eine Prognose gab es traditionsgemäß nicht – allerdings hatte Coca-Cola vor einigen Wochen mitgeteilt, sein langfristiges Ziel sowohl beim Steigern des Absatzes um drei bis vier Prozent als auch beim Steigern des Gewinns je Aktie im oberen einstelligen Bereich in 2009 erreichen zu wollen.

In Deutschland will der Brause-Produzent in seine Tafelwasser-Marke Apollinaris investieren. Außerdem will Coca-Cola hierzulande kalten Kaffee als Koffein-Kick servieren und damit sein Produkt-Portfolio ausbauen.

Um das Angebot auszuweiten, hat sich der Getränke-Gigant außerdem bei dem britischen Quetschsaft-Hersteller Innocent eingekauft, der Smoothies und Säfte mit ökologischem Anspruch produziert. Coca Cola: Umsatz und Gewinn sollen also wieder steigen.

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Das 1. Quartal war im Wesentlichen durch widrige Währungsverhältnisse geprägt. Dank der starken Nachfrage in Asien und Lateinamerika stieg der weltweite Getränkeverkauf zwar um 2%, der Umsatz sank aber um 2,8%.

Auf einen höheren Konzentratabsatz und Preisanhebungen entfielen insgesamt +9%, unvorteilhafte Wechselkurse und die Auswirkungen des Konzernumbaus belasteten aber mit 12%.

Im Rahmen des Umbaus legt Coca-Cola mehrere Getränkeabfüller zusammen und will dadurch bis Ende 2011 die Kosten um 500 Mio $ jährlich senken.

Das operative Ergebnis lag aufgrund geringerer allgemeiner Kosten stabil bei 1,86 Mrd $. Entsprechend hat sich auch die operative Marge leicht verbessert. Der Gewinn fiel wegen geringerer Beiträge der Getränkeabfüller und einer höheren Steuerquote überproportional um 10%.

Fruchtsäfte und Snacks

Coca-Cola versucht seine Produktpalette durch Getränke ohne Kohlensäure und Snacks zu erweitern. Zuletzt hat sich der Konzern beim britischen Fruchtshake- Hersteller Innocent Drinks (Umsatz: 100 Mio Pfund) für 30 Mio Pfund eingekauft.

Aus Wettbewerbsgründen gescheitert ist dagegen die Übernahme des führenden chinesischen Saftproduzenten Huiyuan Juice.

Coca-Cola hätte seine Position im wichtigen Wachstumsmarkt China gegenüber Konkurrent PepsiCo spürbar stärken und seinen Produktmix verbessern können. Das gesparte Geld kann Coca-Cola jetzt wieder für Aktienrückkäufe verwenden.

Das Geschäftsmodell von Coca Cola ist relativ krisenresistent. Im historischen Vergleich ist die Aktie nach KGV jetzt sogar günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite ist gegenüber früheren Jahren attraktiv.

21. April 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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