Commerzbank erwartet deutliche Steigerungen beim Gold und Platin

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Auf bis zu 1.400 Dollar pro Unze kann der Goldpreis in diesem Jahr noch steigen. Das halten die Rohstoff-Experten der Commerzbank für möglich. (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Nun ist der Mai auch schon fast wieder vorbei – da lohnt es sich zu schauen, wie denn einige Experten die Aussichten der Edelmetalle für den weiteren Jahresverlauf einschätzen. Eine Sache müssen Sie dabei immer im Hinterkopf haben: Auch die Bankexperten haben keine Glaskugel vor sich. Sie analysieren nach Marktdaten und Stimmungen die weiteren Aussichten.

Heute möchte ich dabei auf eine aktuelle Einschätzung der Commerzbank eingehen. Dabei stehen Gold und Platin im Fokus. So viel vorweg: Beim Gold hält die Commerzbank einen Preis von bis zu 1.400 Dollar pro Feinunze bis zum Jahresende für möglich. Beim Platin ist ebenfalls eine deutliche Steigerung möglich: Ausgehend vom aktuellen Preis im Bereich um 850 Dollar pro Unze halten die Rohstoff-Experten der Commerzbank hier einen Anstieg auf 950 Dollar für möglich.

Fakt ist: Ausgehend vom 4-Monats-Tief Anfang Mai hat sich der Goldpreis zuletzt kaum erholt und notiert jetzt schon länger unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 Dollar. Damit kostet Gold fast genauso viel wie Anfang 2019.

Trotz der vielen Risiken rund um Handelskonflikte oder auch den Brexit war die Masse der Investoren entspannt und die Absicherung mit Gold war zuletzt nur wenig gefragt. Aber die Commerzbank-Experten erwarten hier eine Änderung: „Die US-Notenbank hat ihren Zinserhöhungszyklus vorzeitig beendet und daher erwarten wir folglich einen schwächeren Dollar im Jahresverlauf. Auch die EZB setzt ihre ultralockere Geldpolitik fort. Dies dürfte gemeinsam mit einer anziehenden physischen Goldnachfrage in Asien den Goldpreis unterstützen.“

Wegen der politischen Unsicherheit und der volatilen Aktienmärkte sind die Commerzbank-Experten positiv gestimmt und erwarten einen Anstieg beim Goldpreis um knapp 10% bis auf 1.400 Dollar.

Platin bleibt unter Druck

Erst vor kurzen hatte der Platinpreis deutlich zugelegt. Doch diese Dynamik ist schon wieder verschwunden und der Platinpreis notiert nur noch bei knapp 850 Dollar pro Feinunze – und damit um mehr als 400 Dollar niedriger als Gold.

So etwas ist sehr ungewöhnlich. Traditionell kostet Platin mehr als Gold. Doch die klar gesunkene Nachfrage beim Platin als Folge des Diesel-Skandals hinterlässt noch immer Spuren beim Platin-Preis. Dazu müssen Sie wissen, dass Platin ein wichtiger Bestandteil von Abgaskatalysatoren von Dieselfahrzeugen ist und deren Nachfrage im Zuge des Skandals um Abgasmanipulationen noch immer sehr schwach ist.

Allerdings hatte es eben Anfang des Jahres einige Impulse aus dem Investmentbereich gegeben, so dass der Platinpreis zwischenzeitlich deutlich angestiegen ist.

Nach Ansicht der Commerzbank-Experten „bleibt der globale Platinmarkt gut versorgt.“ Die Branchenexperten vom WPIC erwarten auch für 2019 wieder einen beachtlichen Platinüberschuss. Für die Commerzbank ist daher klar: „Der Platinpreis dürfte 2019 nur leicht aufholen und weiterhin deutlich unter dem Goldpreis notieren. Ende 2019 dürfte Platin 950 Dollar pro Feinunze kosten.“

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Heiko Böhmer
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