Compugroup-Aktie: Wie es nach dem Kurssturz weitergeht

Compugroup-Aktie: Schwache Prognose lässt Aktie des Softwarespezialisten abtauchen. Lesen Sie, warum die Anleger trotzdem auf die Papiere abfahren (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In den vergangenen Jahren zählte die Aktie des Medizinsoftwareunternehmens Compugroup zu den erfolgreichsten Papieren auf dem deutschen Kurszettel. Von gerade einmal 3 Euro Anfang 2009 startete die Compugroup-Aktie eine beeindruckende Rally, die vor wenigen Tagen bei 59 Euro ein abruptes Ende fand.

Der Grund liegt auf der Hand. Der Softwarekonzern bleibt mit seiner aktuellen Prognose deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Besonders bitter: Erst Mitte Dezember hat die Konzernführung die Prognose schon einmal angepasst. Vor dem Hintergrund des exorbitanten Kursanstiegs und der gestiegenen Unternehmensbewertung ist die Reaktion der Anleger (Aktie -10%) nur allzu verständlich.

Compugroup – deutscher Medizinsoftwareanbieter im Porträt

Compugroup zählt sich zu den weltweit führenden eHealth-Unternehmen. Was bedeutet das konkret? Der Konzern entwickelt und vertreibt Software und Kommunikationslösungen zur Unterstützung der ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten für Zahnärzte, Ärzte und Kliniken. Die Gesellschaft bietet diesen eine Plattform für die Vernetzung aller Beteiligten im Gesundheitswesen. Das Unternehmen ist mit eigenen Standorten in zahlreichen europäischen Ländern sowie Malaysia, Saudi Arabien, Südafrika und den USA vertreten.

Dabei ist der Konzern auch an zwei Großprojekten beteiligt, die Ihnen bestimmt bekannt sind: Der digitalen Patientenaktie und der elektronischen Gesundheitskarte. Nach enormen Anlaufschwierigkeiten darf Compugroup seit wenigen Wochen als erster Anbieter Karten-Terminals und Konnektoren zur Verschlüsselung an Arztpraxen ausliefern.

Beeindruckende Erfolgsgeschichte….

Mit seiner Positionierung hat sich Compugroup erfolgreich in einer Nische positioniert. Kennzeichnend für das stabile Geschäftsmodell sind niedrige Kündigungsquoten und das strukturelle Wachstum, da immer mehr Ärzte auf digitale Lösungen setzen müssen. Zugleich erfährt der Markt durch die zunehmende Regulierung und Digitalisierung des Gesundheitswesens kräftigen Rückenwind.

So konnten sich die Zahlen der letzten Jahre durchaus sehen lassen. Seit 2007 kletterten die Umsätze von 180 auf 560 Millionen Euro (2016). Die Gewinne verbesserten sich im Gegenzug von 22,8 auf 44,5 Millionen Euro. Für 2017 dürfte ein Umsatz zwischen 580 und 590 Millionen Euro rausspringen.

……aber die hohen Erwartungen wurden jetzt deutlich verfehlt

Aber mit seinen aktuellsten Prognosen konnte der Softwarespezialist keinen Blumentopf gewinnen. Für 2018 erwartet das Koblenzer Unternehmen einen Umsatz von 700 bis 730 Millionen Euro.  Das entspricht zwar einem Zuwachs von 20 bis 25% liegt aber deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Für Sie zum Vergleich: Die Experten waren bislang von einem Jahresumsatz von 831 Millionen Euro ausgegangen.

Auch beim operativen Ergebnis (Ebitda) musste Compugroup eine Schlappe hinnehmen. Die angepeilten 175 bis 190 Millionen Euro verfehlten ebenso stark die Markterwartungen (213 Millionen Euro).

Fazit: Grundsätzlich handelt es sich bei Compugroup um ein grundsolides Unternehmen, das von dem langfristigen Trend hin zur Digitalisierung im Gesundheitsmarkt profitiert. In den kommenden Jahren wird der Konzern die Milliarden-Marke beim Umsatz knacken. Zugleich erfreute sich die Aktie auf Grund des hohen Anteils an wiederkehrenden Erlösen (2/3 der Gesamterlöse) bei Anlegern zunehmender Beliebtheit. Das zeigt Ihnen ein Blick auf den Börsenwert. Trotz des jüngsten Kurseinbruchs ist der Konzern fast 2,8 Milliarden Euro schwer.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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