CompuGroup: Software für das Gesundheitswesen

Die IT-Lösungen des Unternehmens sind eine Antwort auf die im Gesundheitswesen vorherrschende Nachfrage nach massiven Kosten-Senkungen, einer optimaleren Ressourcen-Nutzung und einem effizienten Zusammenwirken aller Beteiligten.

Insbesondere eine webbasierte, elektronische Patientenakte kann zu einer besseren Qualität und einer gesteigerten Effizienz in der Behandlung führen, da auch auf historische Untersuchungsdaten zugegriffen und Mehrfach-Untersuchungen sowie Fehldiagnosen vorgebeugt werden kann.

Medizinische Daten organisieren …

Im Segment HPS I sind die Entwicklung und der Vertrieb von Praxisverwaltungs- und Abrechnungs-Software für niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Apotheken zusammengefasst.

Dabei ist das Segment in die beiden Bereiche Ambulatory Information Systems (AIS) und Pharmacy Information Systems (PCS) unterteilt.

AIS richtete sich an niedergelassene Ärzte, medizinische Versorgungszentren, Krankenhaus-Ambulanzen und Polikliniken.

Dieser Bereich sorgt dafür, dass wichtige medizinische Informationen dort zur Verfügung stehen, wo sie gebraucht werden. Damit werden die Ärzte entlastet und haben mehr Zeit für das Wesentliche: den Patienten.

Das Teilsegment PCS fokussiert sich auf klinische, administrative und finanzielle Software-Anwendungen für Apotheken. HPS I ist das größte Segment und steuerte 2014 knapp 58% zum Konzern-Umsatz bei.

… Abläufe optimal steuern …

Das Segment HPS II beinhaltet die Entwicklung und den Vertrieb von Kliniksoftware-Lösungen für Krankenhäuser (Hospital Information System, HIS).

HIS ist speziell auf den Bedarf von Krankenhäusern und Kliniken ausgerichtet und umfasst Personal-Management wie Dokumentations- und Abrechnungs-Programme.

Denn während eines Krankenhaus-Aufenthalts durchläuft ein Patient viele Stationen: Von der Anmeldung über die stationäre Betreuung und Medikation, die Operation und die Entlassung.

Die Software begleitet Management und medizinisches Fachpersonal bei allen Aufgaben und schafft so reibungslose Vorgänge.

… und Patienten ganzheitlich behandeln

Im Segment-Bereich HCS, dem kleinsten Segment, vernetzt die CompuGroup Ärzte und Kliniken mit anderen Marktteilnehmern wie den Versicherungen und Pharma-Unternehmen.

Damit haben die Ärzte bereits vor dem ersten Patienten-Gespräch alle relevanten Informationen zur Verfügung, um den Patienten ganzheitlich zu versorgen.

CompuGroup bleibt auf Wachstumskurs …

Die CompuGroup steigerte in den ersten 9 Monaten den Umsatz um 6% auf 396,2 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte von 68 auf 79 Mio. € zu. Die operative Marge stieg von 18 auf 20%.

Nach der Umstellung auf ein stärker abonnementbasiertes Geschäftsmodell und dem Auslaufen einiger älterer Produktlinien erreichte die Umsatz-Entwicklung in den USA mit einem Anstieg um 3% einen Wendepunkt.

… und bestätigt Vorreiterrolle

Trotz der erhöhten Kosten und Implementierungs-Dauer ist das Telematik-Infrastruktur Projekt für die CompuGroup eine Erfolgsgeschichte.

Die technischen Herausforderungen sind gelöst. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um alle Leistungen in vereinbartem Umfang, Quantität und Qualität zu erbringen.

Das Projekt ermöglicht der CompuGroup, ihr umfassendes Portfolio von End-zu-End-Komponenten anzubieten.

Dadurch hat das Unternehmen gegenüber anderen Marktteilnehmern im deutschen Gesundheitswesen einen Vorsprung für IT-Infrastruktur-Produkte und -dienstleistungen. Die CompuGroup bestätigt damit ihre Vorreiter-Rolle.

Fazit

Überall auf der Welt gewinnt medizinische Versorgung an Bedeutung: Menschen werden älter, der wissenschaftliche Fortschritt ermöglicht neue Therapien.

IT spielt eine entscheidende Rolle, um Kosten gering zu halten und Menschen erfolgreich zu behandeln.

Von diesem Megatrend sollte die CompuGroup langfristig profitieren. „Wir werden in den kommenden Monaten weiter hart daran arbeiten, unser Wachstum und unsere Ertragskraft voranzutreiben“, so der Vorstandsvorsitzende Frank Gotthardt.

Für 2015 erwartet er einen Umsatz zwischen 541 und 548 Mio. € sowie ein operatives Ergebnis zwischen 110 und 115 Mio. €.

5. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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