Computer-Hardware: Diese beiden Aktien sollten Sie sich ansehen

Cisco Systems hat im 1. Quartal 2017 zwar die Markterwartungen leicht übertreffen können, enttäuschte jedoch mit seinem Gewinn-Ausblick.

Dem Netzwerk-Ausrüster macht das Traditions-Geschäft mit Routern zu schaffen: Für das vergangene Quartal meldete Cisco einen Umsatz-Rückgang um 2,6% auf 12,35 Mrd. $.

Bei dem Geschäft mit Routern betrug das Umsatz-Minus sogar 7%. Die Sparte steht unter Druck, weil Telekom-Konzerne weniger für Netzwerktechnik ausgeben.

Zudem wird der Wettbewerb mit Firmen wie Huawei oder Juniper Networks immer härter. Unterm Strich ging der Gewinn von 2,43 auf 2,32 Mrd. $ zurück.

Für Enttäuschung am Markt sorgte der Ausblick für das laufende Quartal:

Cisco Systems steckt zurzeit im Umbau

Der Software-Bereich und die Sparte für Sicherheits-Lösungen sollen künftig eine größere Rolle spielen.

Der Konzern will sich stärker auf das Geschäft mit der Cloud, dem Internet der Dinge und Cybersecurity konzentrieren.

Im Rahmen der Neuausrichtung sollen 5.500 der mehr als 70.000 Mitarbeiter entlassen werden. In Zusammenhang mit der Restrukturierung sind Vorsteuer-Belastungen von 411 Mio. $ angefallen.

Aus der operativen Geschäftstätigkeit generierte Cisco einen positiven Cashflow von 2,7 Mrd. $, ein leichter Rückgang um 1%. Die liquiden Mittel summierten sich zum Quartals-Ende auf rund 71 Mrd. $.

Zuletzt wurde bekannt, dass Cisco 4,0 Mrd. $ in Mexiko investieren will. Für das 2. Quartal, das am 31. Januar endet, stellt Cisco einen Gewinn von 55 – 57 Cent je Aktie in Aussicht.

Unternehmens-Porträt

Cisco Systems ist der weltweit führende Entwickler und Hersteller von High-Performance-Multimedia- und Multiprotokoll-Internetworking-Produkten für Computer-Netzwerke.

Die Produkte (insbesondere Router und Switches) decken eine große Bandbreite an End-to-End Netzwerk-Hardware, Software und Services ab.

Hauptkunden sind:

  • Telefon-Gesellschaften,
  • Internet-Service-Anbieter,
  • Energieversorger,
  • der Staat
  • und kleine bis mittelständische Unternehmen.

Die Quartalszahlen von Logitech lagen über den Markterwartungen

Der Computerzubehör-Hersteller erwirtschaftete von Juli bis September einen Umsatz von 564,3 Mio. $ – und damit 9% mehr als im Vorjahr.

Der Gewinn lag bei 64,8 Mio. $ nach 46,5 Mio. $ im 2. Quartal 2015, was einem satten Plus von 39% entspricht.

Auch in den einzelnen Bereichen konnte Logitech mit einer starken Performance aufwarten:

Insbesondere die Kategorien Gaming (+17%), Mobile Lautsprecher (+21%) und Videokonferenz-Systeme (+42%) konnten erneut stark zulegen. Hauptumsatztreiber sind aber nach wie vor PC-Mäuse und Tastaturen.

Übernahme zahlt sich aus

Während das Geschäft mit den Mäusen nicht ganz auf Touren kam und Logitech einen leicht rückläufigen Umsatz auf 123,3 Mio. $ hinnehmen musste, stieg der Umsatz bei den Tastaturen um 14% auf 116,5 Mio. $.

Einen etwas stärkeren Rückgang von 6% verzeichnete abermals die Kategorie Home Control, in der 11,8 Mio. $ umgesetzt wurden.

Nach der Übernahme von Jaybird war bereits ein starkes Wachstum im Bereich Kopfhörer erwartet worden.

Im April kündigte Logitech an, mit einem Kauf des US-Unternehmens in das Geschäft mit kabellosen Kopfhörern für Sport-Aktivitäten zu expandieren.

Zudem wird das Portfolio mit Simulations-Konsolen ausgebaut und dem US-Spiele-Hersteller Mad Catz Interactive die Marke Saitek abgekauft.

Logitech bestätigte den Ausblick. Bis Ende März 2017 dürfte sich das operative Ergebnis auf bis zu 205 Mio. $ belaufen. Das Wachstum im Einzelhandel soll bei konstanten Wechselkursen bei 7% liegen.

Unternehmens-Porträt

Der Schweizer Konzern Logitech ist ein weltweit führender Hersteller von Computerzubehör wie:

  • kabellosen Mäusen und Tastaturen,
  • Fernbedienungen,
  • Spielekonsolen-Zubehör,
  • Joysticks,
  • PC-/MP3-Lautsprechern
  • und WebCams.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt über den Elektronik-Einzelhandel; über den Einzelhandel erzielt Logitech 3/4 seiner Umsätze.

18. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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