Continental geht auf die Daten-Autobahn

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Continental will sich ein 2. großes Standbein neben der Reifen-Produktion aufbauen: das Auto im Internet. Erfahren Sie hier alles Weitere: (Foto: Jasni / Shutterstock.com)

Continental hat beträchtliche Anstrengungen unternommen, um in den am schnellsten wachsenden Geschäftsfeldern des Sektors wieder Spitzenwerte in puncto Profitabilität zu erwirtschaften.

Die Zukunft: Vernetzung von Automobil und Internet

Die Reifen-Produktion ist für Continental derzeit immer noch das wichtigste Standbein.

Die Sparte trug 2016 rund 27% zum Konzern-Umsatz bei und warf knapp 48% des operativen Ergebnisses ab.

Doch Continental will sich nicht länger nur noch auf sein einstiges Kernprodukt verlassen, zukünftig will der Konzern verstärkt als Autozulieferer punkten.

Die deutschen Hersteller begegnen den aktuellen Herausforderungen mit zahlreichen neuen Modellen – samt einer Kampfansage zur Vernetzung der Fahrzeuge.

Und die könnte bei VW bis Ende des Jahrzehnts jedes neue Auto zum rollenden Smartphone machen.

Von der Vernetzung der Fahrzeuge profitieren die Automobil-Zulieferer wie Continental in besonderer Weise.

Denn die großen Automobil-Hersteller outsourcen immer mehr Entwicklungs-Leistungen.

Mit Conti profitieren Sie von der Zukunft des automatisierten Fahrens

Rund um die Mobilität mit dem Auto haben sich 4 große Trends herauskristallisiert:

  1. Sicherheit,
  2. Umwelt,
  3. Information
  4. und kostengünstige Fahrzeuge.

Die Automotive Group von Continental konzentriert sich mit ihrem Produkt-Portfolio genau auf diese 4 Schlüsselthemen.

Dabei sind Technologien und Komponenten für Fahrsicherheit und Fahrdynamik eine Kernkompetenz von Conti.

Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Fertigung intelligenter und integrierter Systeme für eine sicherere automobile Zukunft.

Dabei werden individuelle Kunden-Anforderungen ebenso berücksichtigt wie die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Weltmärkte.

Ein starker Jahresauftakt

Conti hat den positiven Trend aus den vergangenen Quartalen bestätigt und das 1. Quartal 2017 mit einem Umsatz-Wachstum um 11,7% auf 11 Mrd. € abgeschlossen.

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Das operative Ergebnis kletterte um 9% auf 1,13 Mrd. €. Unter dem Strich legte der Gewinn von 733,9 auf 749, 6 Mio. € zu.

Dazu beigetragen haben das Wachstum der Automotive Group sowie das Geschäft mit Reifen.

Die Nachfrage nach innovativen Elektronik- und Software-Lösungen für sicheres und intelligentes Fahren ist ungebrochen groß; die Auftrags-Eingänge legten auf über 9,5 Mrd. € zu.

Im Bereich Elektromobilität fährt Conti ganz vorn mit. In den vergangenen Jahren wurden in dieses Zukunftsfeld mehr als 1 Mrd. € investiert.

Das profitable Wachstum außerhalb der Automobil-Industrie ist ein wichtiger Teil der Strategie.

Der Anteil am Umsatz mit Industriekunden und Endverbrauchern soll schrittweise in Richtung 40% steigen.

Große Reifen-Nachfrage

Die große Nachfrage nach PKW- und LKW-Reifen sowie nach Produkten der ContiTech-Bereiche Mobile Fluid Systems und der Benecke-Kaliko-Gruppe haben für ein erfreuliches Wachstum in der Rubber Group gesorgt.

Gleichzeitig nahmen die Belastungen aus steigenden Rohmaterial-Preisen zu. Auch für das 2. Quartal rechnet Conti mit steigenden Rohmaterial-Kosten.

Deren Ergebnis-Belastung sollte sich jedoch im 2. Halbjahr durch Preis-Anpassungen abschwächen.

ContiTech hat die Strategie des Wachstums durch Zukäufe fortgesetzt, um den Marktanteil für Luftfedern und Luftfeder-Systeme im Schienenverkehr auszubauen.

Zudem soll das Geschäft mit Materialien für Oberflächen gestärkt werden.

Fazit

Nach dem sehr guten Start ins neue Geschäftsjahr erwartet Conti, dass sich die gute Entwicklung trotz gestiegener Rohstoff-Kosten fortsetzt.

Der Ausblick für die EBIT-Marge wurde von 10,5 auf 11% angehoben.

Ich bin von dem neuen Kurs von Conti überzeugt und sehe im Markt für Fahrerassistenz-Systeme das Potenzial für ein 2-stelliges Wachstum.

Bei den messbaren Kriterien – hohe Umsatzrendite und Cashflow-Marge – erreicht Continental im Branchen-Vergleich Spitzenwerte.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.