Continental: Höhere Dividende dank Gewinnsprung

Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental hat heute die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt.

Das im deutschen Leitindex DAX notierte Unternehmen hat 2014 den Gewinn kräftig gesteigert und will auch künftig deutlich wachsen.

Wie die 2014er-Zahlen im Einzelnen ausfielen und was Continental für die Zukunft plant, erfahren Sie jetzt.

Die 2014er-Zahlen

Im vergangenen Jahr konnte Conti beim Umsatz nur um vergleichsweise magere 3,5% auf 34,5 Mrd. Euro zulegen. Dies lag vor allem daran, dass sich über weite Teile des Jahres 2014 negative Wechselkurseffekte als Belastungsfaktor erwiesen.

Der Gegenwind von der Währungsseite kehrte sich im Jahresverlauf allerdings um. Denn: Derzeit liefert der schwache Euro den exportorientierten Unternehmen aus der Eurozone Rückenwind.

Der Überschuss schoss um knapp 25% in die Höhe und erreichte im vergangenen Geschäftsjahr 2,4 Mrd. Euro. Darüber können sich auch die Continental-Aktionäre freuen, denn die sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 3,25 Euro je Aktie erhalten.

Das wären immerhin rund 30% mehr als im Vorjahr. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses entspricht dies einer Dividendenrendite von rund 1,51%.

Ein Grund für den Gewinnsprung ist, dass Conti im Jahr 2014 beim Schuldenabbau deutlich vorangekommen ist. Das Unternehmen hat seine Netto-Verschuldung um ein Drittel auf den tiefsten Stand seit 2006 drücken können.

Zudem profitierte Continental davon, dass alte Anleihen zurückgezahlt und durch neue Anleihen mit deutlich günstigeren Konditionen ersetzt wurden. Dadurch musste das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 1 Mrd. Euro weniger an Zinsen zahlen als noch im Jahr zuvor. Dieser Effekt wird sich übrigens auch bei vielen anderen Unternehmen zeigen.

Ziel für 2020: 50 Mrd. Euro Umsatz

Für das Jahr 2020 peilt Continental einen Umsatz von 50 Mrd. Euro an. Verglichen mit den Plänen für das laufende Jahr würde dies einen Anstieg um rund ein Drittel bedeuten.

„Wir setzen auf den weiter steigenden Bedarf an Mobilität und eine wachsende Nachfrage unserer Industriekunden“, sagte Konzernchef Elmar Degenhart heute bei der Zahlenvorlage.

In den kommenden Jahren dürften aus seiner Sicht nicht nur die Menge der gefertigten Autos steigen, sondern vor allem deren Ausstattung mit Elektronik und Software zunehmen. Das soll dem Geschäft des Automobilzulieferers gleich doppelt Schwung geben.

Schon deutlich weniger ambitioniert klingt das Umsatzziel für 2020 wenn Sie es auf die einzelnen Jahre herunterrechnen. Denn bei einem jährlichen Umsatzwachstum von 6% käme Continental im Jahr 2020 auf den Zielwert von 50 Mrd. Euro Umsatz.

Fazit: Continental-Aktie dürfte weiterhin Potenzial bieten

Angesichts des durchaus positiven Ausblicks bis in das Jahr 2020 hinein dürfte die Continental-Aktie Ihnen als Anleger weiterhin Potenzial bieten. Dies ist allerdings angesichts der unterdurchschnittlichen Dividendenrendite auch nötig.

Denn: Wenn Ihnen die Conti-Aktie schon keine üppigen Dividenden beschert, müssen Kursgewinne diesen Umstand ausgleichen. Wenn Sie sich für die Conti-Aktie interessieren oder bereits investiert sind, sollten Sie die weitere Entwicklung beobachten und diese mit den heute kommunizierten Zielen abgleichen.

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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