Continental macht das Fahren autonom

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Fahren Sie auch gerne Auto. Wahrscheinlich ja, aber wie lange fahren wir noch selbst? Des Deutschen liebstes Kind - das Auto - ist immer wieder ein großes Thema. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Fahren Sie auch gerne Auto. Wahrscheinlich ja, aber wie lange fahren wir noch selbst? Des Deutschen liebstes Kind – das Auto – ist immer wieder ein großes Thema. Es verkörpert Mobilität und Freiheit wie kaum eine andere technische Errungenschaft. Und die Entwicklung schreitet rasant voran. Neben den Themen Umwelt, Sicherheit und Komfort wird auch der Megatrend „Autonomes Fahren“ von immer größerer Bedeutung sein. Ganz vorne mit dabei: Continental. Der Konzern erwartet voll-automatisches Fahren etwa ab dem Jahr 2025.

Die machen doch Reifen

Stimmt. Bei Conti denken viele immer noch an den Hersteller von Autoreifen und Gummiteilen. Aber von der einseitigen Ausrichtung hat sich der weltgrößte Automobilzulieferer weit entfernt. Die Reifensparte trug 2018 mit 11,35 Mrd. € nur noch 25,6% zum Umsatz bei. Es folgen die Bereiche für elektronische Brems- und Fahrerassistenz-Systeme mit 9,58 Mrd. € Umsatz, Innenausstattungen mit 9,38 Mrd. € Umsatz und die Sparte ContiTech (Kautschukprodukte und Zahnriemen) mit einem Umsatzbeitrag von 6,34 Mrd. €.

Vernetzung von Automobil und Internet

Vor dem „Autonomen Fahren“ steht die Vernetzung von Automobil und Internet. Von diesem Trend will Conti profitieren und konzentriert deshalb einen Großteil seiner Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf Zukunftsthemen wie das vernetzte Fahrzeug, automatisiertes Fahren und umweltschonende und kraftstoffsparende Motorentechnologien.

Um Fahrzeuge zum Teil des Internets zu machen, muss die gesamte Technologie in und über das Fahrzeug hinaus neu durchdacht werden: Von der Mensch-Maschine-Schnittstelle bis hin zum Antrieb. Bei Conti heißt das ganzheitliche Konnektivität. Mit dem dynamischen eHorizon, innovativen Infotainment-Funktionen und Bedienoberflächen hat Continental bereits auf der CES gezeigt, wie seine Innovationen die Zukunft der Mobilität gestalten.

Solider Jahresauftakt

Conti hatte einen soliden Start in das Geschäftsjahr 2019. Dank des umfangreichen Technologieportfolios konnte sich der Konzern von der rückläufigen Marktdynamik absetzen. Der Umsatz lag mit rund 11 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Trotz des derzeit schwachen Marktumfelds wächst der Bedarf für Elektronik im Auto beständig. Bestes Beispiel: Fahrerassistenzsysteme. Für das teilautomatisierte Fahren braucht das Auto im Durchschnitt um die 18 Sensoren.

Bei voll automatisierter oder autonomer Fahrfunktion wächst diese Zahl auf 30 an. So erhielt Conti in den vergangenen zwei Jahren in diesem Bereich Aufträge von durchschnittlich 3 Mrd. €. Der Umsatz der Automotive Group belief sich auf 6,7 Mrd. €. Er sank damit um 1,8%. Dem entgegen steht allerdings ein Rückgang der internationalen Automobilproduktion um über 6%. „Wir konnten uns einmal mehr auf die engagierte Arbeit unserer mittlerweile mehr als 243.000 Beschäftigten weltweit verlassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse.

3,6% Dividendenrendite liegen für Sie drin

2019 stellt Continental wichtige Weichen für ihre organisatorische Neuaufstellung. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist der mögliche Teilbörsengang des Antriebsgeschäfts mit dem künftigen Namen Vitesco Technologies. Conti rechnet mit einer Belebung des wirtschaftlichen Umfelds in der zweiten Jahreshälfte und hält an der Jahresprognose fest. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarte ich eine Dividende von 4,50 € je Aktie – macht eine Dividendenrendite von 3,6%.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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