Coronavirus: Werden Leichen in Wuhan verbrannt? EUR/USD weiter im Sinkflug

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Die Epidemie wird heruntergespielt oder hat die Welt das Virus im Griff? Verrückte Gerüchte aus Wuhan. Werden dort Menschenleichen verbrannt? (Foto: ricochet64 / shutterstock.com)

Der Coronavirus wird immer bedrohlicher. Es kommen schon Meldungen, man solle seine Vorräte aufstocken. Inzwischen sind über 40.000 offiziell Infizierte gemeldet. Die Masse kommt natürlich aus China. Aber inzwischen sind auch Thailand, Südkorea, Japan und sogar Deutschland in den Top 10. Afrika ist übrigens noch komplett verschont geblieben.

Das mag an den weniger Reisenden liegen oder daran, dass Lungenentzündungen dort nicht als offiziell identifiziert werden können. China hat gute Verbindungen zu Afrika, alleine schon wegen den Rohstoffen dort. Es wird also sicherlich ein paar Chinesen geben, die in den letzten zwei Monaten nach Afrika gereist sind. Ausschließen kann das vermutlich niemand.

Gerüchte um Coronavirus auf neuem Level

Genau deshalb kocht jetzt auch die Gerüchteküche. Die Wetterapp „Windy.com“ soll offenbar im Radar gezeigt haben, dass in Wuhan große Mengen organische Materie verbrannt wurden. Schwefeldioxid sei dort in außergewöhnlich hohen Dosen gemessen worden.

Wie könnte es anders sein: Jetzt spekulieren die Leute, wie viele Tausende Menschenleichen dort verbrannt wurden. Ob dort überhaupt etwas verbrannt wurde, ob es vielleicht Tierkadaver waren oder verseuchter Abfall der Krankenhäuser – wir wissen es nicht. Aber genau das ist ja der Punkt. Keiner kann das Gegenteil behaupten und schon machen sich die wildesten Gerüchte breit.

Was wir dagegen wissen, ist die Zahl der Infizierten, also was öffentlich gemacht wird. Hier sehen Sie die weiter steigende Kurve. Die Punkte in Orange zeigen das chinesische Festland, Grün sind die Geheilten und Geld die restlichen Orte mit Infizierten.

Beim SARS-Virus ist diese Kurve viel früher abgeschwächt. Insofern kann der Coronavirus als eine größere Bedrohung angesehen werden. 910 Tote haben wir derzeit offiziell bestätigt.

Dem Aktienmarkt tut das übrigens keinen Abbruch. Die Notenbanken stützen weiterhin fleißig die Kurse. Was nicht fallen darf, wird oben gehalten. Der DAX gab heute minimal nach, der NASDAQ stieg weiter an.

EUR/USD mit anhaltender Schwäche

Der Euro wertet im Vergleich zum US-Dollar weiterhin ab. Das letzte Hoch stammt von Anfang 2018 – damals lag der Wert noch bei rund 1,24. Inzwischen sind wir konstant nach unten gerutscht. Im folgenden Wochenchart sehen sie gut, wie die gewichtete Durchschnittslinie EMA-50 die Kurse in Schach hält.

Im Bereich 1,088 EUR/USD liegt das aktuelle Tief von Ende September. Es ist derzeit eher fraglich, ob die Kurse hier wirklich nach oben drehen. Widerstände könnte es bei 1,084 geben. Dort haben die Kurse zumindest im Wochenchart in den Jahren 2015 und 2016 mehrmals aufgesetzt.

Letztlich könnten wir auch noch einmal die 1,05 sehen. Auch das wäre nicht verwunderlich. Doch bis dahin kann es noch etwas dauern. Die Kurse fallen ja eher gemächlich, wenn auch recht konstant.

Ein Verkauf würde sich also erneut lohnen, wenn die Kurse im Wochenchart die EMA-50 anlaufen. Doch das wird kaum in den nächsten Tagen passieren.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.