Crash-Gefahr: Chinas Devisenreserven steigen auf 3,8 Billionen US-Dollar

Das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz zwischen China und den USA birgt jede Menge Krisenpotenzial. Was steckt dahinter? (Foto: aphotostory / Shutterstock.com)

Aus westlicher Sicht wird China als Boomland vor allem positive gesehen. Doch hier muss ich ganz klar auf die Euphoriebremse treten. China hat ohne Frage das Potenzial die Weltwirtschaft in die nächste Krise zu stürzen. Und ich habe einige Faktoren entdeckt, die nahelegen: Das Land ist schon vom Wachstumspfad abgekommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis das Pendel komplett umschlägt.

So hat jetzt die Zentralbank in China bekanntgegeben, dass die Devisenreserven des Landes letztes Jahr nochmals um 509 Milliarden US-Dollar auf jetzt 3,8 Billionen Dollar gestiegen sind. Doch was sich für Sie zunächst positiv anhört, ist letztlich nur ein Spiegelbild eines gewaltigen Ungleichgewichts. Diese Dollarreserven kamen nur durch eine drastische Schieflage der Handelsbilanz zwischen China und den USA zustande. Der Handelsbilanzüberschuss Chinas stieg ebenfalls letztes Jahr um fast 13 Prozent auf 259 Milliarden US-Dollar.

Die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, dass Handelsbilanzungleichgewichte niemals ohne Folgen bleiben und stets im Crash enden. Ein Beispiel von vielen aus der Geschichte dafür sind die südostasiatischen „Tigerstaaten“. Diese hatten 1997 ein Handelsbilanzdefizit von nur 3 Prozent. Schon dieser relativ geringe Wert führte damals zum Ausbruch der Asienkrise. Und diese Krise zog eben nicht nur die Börsen in Asien sondern auch in den USA und in Europa nach unten.

Aber heute geht es auch noch um ganz andere Summen als in den 1990er Jahren. Stellen Sie sich vor: Die 3,8 Billionen Dollar Devisenreserven sind gegenüber einer Gesamtverschuldung Chinas in Höhe von 23 Billionen Dollar nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Wenn es in China zu einem Crash kommt (und davon bin ich überzeugt, denn das Land wird gleich von verschiedenen Spekulationsblasen und deren Platzen bedroht. Im Einzelnen sind das eine enorme Kreditblase und zusätzlich noch eine Immobilienblase.

Und sollte das Land wirklich einen Crash erleben, wird China schnell dazu gezwungen sein, seine Devisenreserven in Form von US-Staatsanleihen zu verkaufen. Das bedeutet, dass dann auch die USA und damit die ganze Weltwirtschaft in den Abgrund gerissen werden. Ein Crash in China ist also unmittelbar mit einem Crash der Weltwirtschaft verbunden. Und das macht das ungeheure Gefahrenpotenzial aus, was von diesem Land ausgeht.

Deshalb tun Sie auch weiterhin gut daran, Ihr Vermögen aktiv abzusichern. Investoren ohne aktiven Vermögensschutz werden im Falle der Krise auf jeden Fall zu den Verlieren gehören – das steht für mich fest.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.