Crash-Gefahr: Chinas Schulden steigen auf über 300 Prozent zum BIP

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Die Wirtschaft wächst nicht mehr so schnell in China und die Schulden steigen massiv an. Das ist eine fatale Entwicklung mit ungeheurer Sprengkraft. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Lange Zeit war China die globale Wachstumslokomotive. Doch das Bild hat Risse bekommen. Das Wirtschaftswachstum lässt stetig nach. Viele Einwohner sind unzufrieden – das zeigen auch die aktuellen Proteste in Hongkong. Insofern muss die chinesische Führung darauf bedacht sein, die Lage in den Griff zu bekommen. Doch das wird immer schwieriger – vor allem auch deshalb, weil die Schulden immer mehr aus dem Ruder laufen.

Wie eine aktuelle Studie des Institute of International Finance (IIF) zeigt, steigen die Gesamtschulden Chinas immer weiter gefährlich an, während das Wachstum des Landes zunehmend geringer wird. Demnach betrugen die Schulden des Staates, der Unternehmen und der Privathaushalte zusammen im ersten Quartal 2019 ganze 303 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Das bedeutet einen weiteren Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal. Hier sehen die ungeheure Dynamik beim Schuldenaufbau in China. Stellen Sie sich vor: Die Schulden Chinas machen jetzt schon ganze 15 Prozent der weltweiten Verschuldung aus und sie steigen immer weiter an. Gleichzeitig ist das Wachstum Chinas im zweiten Quartal 2019 mit nur noch 6,2 Prozent zum Vorjahresquartal das schwächste seit 27 Jahren. Und genau diese beiden Faktoren gehören direkt zusammen und verschärfen die Lage in China immer weiter.

Explodierende Schulden in China

Mit anderen Worten: Die explodierenden Schulden des Landes können immer weniger durch ein hohes Wirtschaftswachstum kompensiert werden. Vor allem der kreditfinanzierte Immobilienmarkt ist völlig aufgeblasen. Lange Zeit bot der Immobilienmarkt noch lukrative Chancen – doch diese Zeiten sind vorbei.

In den großen Metropolen sind die Preise durch die Decke gegangen. Immer weniger Chinesen können sich diese Preise noch leisten. Dazu ergibt sich ein weiteres Problem: Viele Chinesen hatten die Immobilien einzig und allein als Investment gekauft und auf immer weiter steigende Preise gesetzt. Wenn jetzt diese Preissteigerungen ausbleiben heißt das auch: Viele Immobilienkäufer werden mit den Kreditzahlungen Probleme bekommen.

Wenn jetzt der Handelskrieg der USA gegen China und eine drohende weltweite Rezession die Wirtschaft dort noch weiter schwächen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Schuldenbombe explodiert und damit eine neue weltweite Finanzkrise auslöst.

Diese neue Finanzkrise wird über Risikozuschläge zum Zins zu kräftig steigenden Zinsen und massiv einbrechenden Aktienkursen führen. Genau deshalb kommt jetzt Ihrer aktiven Absicherung des Vermögens eine so große Bedeutung zu.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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