Crash-Gefahr: Großinvestor Warren Buffett bereitet sich auf Crash vor

Aktienmärkte sind aktuell stark überbewertet. Das legt auch der „Buffett-Indikator“ nahe. Ein Crash wird immer wahrscheinlicher. (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Die Börsen sind aktuell massiv überbewertet. Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit bis wir den nächsten großen Crash erleben. Und die Skepsis breitet sich aus. Immer mehr Experten trauen dem Braten nicht mehr. Gerüchten zufolge, die im amerikanischen Finanzmagazin „Money News“ kolportiert wurden, soll sich jetzt auch der amerikanische Großinvestor Warren Buffet auf einen Crash am Aktienmarkt vorbereiten.

Hintergrund davon ist, dass das von Buffett bei seinen Investments betrachtete Verhältnis zwischen Börsenkapitalisierung und US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) jetzt wieder eine Crash-Gefahr anzeigt.

Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, ob die Aktienbörsen im Vergleich zum BIP unterbewertet, fair bewertet oder überbewertet sind. In Fachkreisen wird diese Kennzahl schon als „Buffett-Indikator“ geführt. Und der Blick zurück zeigt klar: In der Vergangenheit haben extreme Werte beim Buffett Indikator regelmäßig auch extreme Ereignisse an den Börsen hervorgebracht.

Vor dem Börsen-Crash im Jahr 2000 stand dieses Verhältnis bei 183 Prozent, im Jahr 2007, vor der Finanzkrise, bei 135 Prozent, um dann am Ende der Krise bei 73 Prozent zu liegen. Derzeit ist der Wert bei 115 Prozent. Das heißt, dass die Börsenkapitalisierung 115 Prozent des amerikanischen BIPs beträgt. Das bedeutet eine deutliche Überbewertung der Aktienbörse und ist ein Verkaufssignal.

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Aktienwerte total überwertet – Es fehlt das reale Fundament

Sie sehen daran, dass derzeit die Summe der Aktienwerte deutlich größer ist, als das, was die USA überhaupt erwirtschaften. Das bedeutet, dass abermals mit einer scharfen Korrektur, wenn nicht sogar einem Crash zu rechnen ist, weil die Aktienwerte kein reales Fundament mehr haben.

Und auch weitere prominente Investoren stehen dem Aktienmarkt mittlerweile auf Grund der hohen Bewertung skeptisch gegenüber. Das gilt beispielsweise für Jeremy Grantham vom US-Investmenthaus GMO. Er investiert derzeit kein neues Kapital mehr in Aktien, weil er einen Crash erwartet. Und für ihn ist klar: „Der nächste Absturz wird schlimmer als alles andere.“ Und hinter dem Absturz stehen auf jeden Fall nach Granthams Meinung die Notenbanken dieser Welt, die erst diese gigantische Schuldenblase möglich gemacht haben.

Das bestätigt meine Auffassung, dass in den letzten Jahren die meisten Aktien nur noch spekulativ nach oben getrieben wurden und nicht, weil die reale Wirtschaft, oder die Firmengewinne sich so stark erhöht hätten.

Was bedeutet das für Ihre Investitionen? Deshalb rate ich Ihnen auch weiterhin, nur in Firmen mit Substanz, wie den von mir empfohlenen Krisen-Gewinner-Unternehmen (KGU), zu investieren. Nur diese Unternehmen bieten in Krisenzeiten wirklich einen Schutz und das Rückschlagspotenzial ist begrenzt. Mehr zu diesen speziellen Aktien erfahren Sie in einer weiteren Ausgabe.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.