Crash-Gefahr: IfW-Institut warnt vor heftigem Abschwung

Der aktuelle Boom wird nur künstlich angetrieben – und das sorgt für eine steigende Gefahr, dass es schon bald zum Abschwung kommt. (Foto: Dragon Images / Shutterstock.com)

An den Börsen ist in diesen Tagen wieder viel los. Die Kurse schwanken deutlich. Nach den deutlichen Verlusten bis zum Mittwoch, ging es dann wieder klar nach oben. Für mich ist das ein deutliches Zeichen für die immer weiter anwachsende Verunsicherung der Anleger an den Börsen.

Dabei ist aber auch klar: Selbst das jetzt schon deutlich gesunkene Kursniveau ist noch immer viel zu hoch. Die wirtschaftliche Realität sieht schon anders aus – und wird sich schon bald noch weiter verschlechtern. Das zeigen auch immer mehr Prognosen wichtiger Wirtschaftsforscher.

So hat jetzt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) vor einem heftigen Abschwung der Wirtschaft in Deutschland gewarnt. Grund dafür ist, dass das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren höher war als der Zuwachs an Arbeitskräften, dem Kapitalstock und der Produktivität.

Damit sei das wirtschaftliche Gleichgewicht trotz boomender Wirtschaft gestört und mit der steigenden Überauslastung der Wirtschaft steige die Fallhöhe und die Wahrscheinlichkeit für einen heftigen Abschwung.

Aktueller Boom nur künstlich angetrieben

Das sehe ich ähnlich: Der aktuelle Boom ist nur künstlich getrieben und je mehr die Wirtschaft jetzt wächst, umso heftiger wird der folgende Crash werden. Dazu kommt, dass der Großteil des Zuwachses in den letzten Jahren nur durch einen immer größeren Exportüberschuss zustande kam.

Mit über sieben Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) und über 250 Milliarden Euro jährlich haben wir heute bereits bei Weitem den größten Exportüberschuss weltweit. Selbst der Exportriese China kommt gerade einmal auf nur 2 Prozent Exportüberschuss zum BIP. Damit verbunden ist ein gewaltiges Rückschlagspotenzial, das aus der immer größeren Abhängigkeit von der Weltkonjunktur resultiert. Ein kleiner Einbruch bei der Weltkonjunktur wird gewaltige Folgen für die deutsche Wirtschaft haben.

Dazu kommt die Gefahr von Handelskriegen, wie sich diese bei dem Streit mit den USA schon andeuten, die wegen der extremen Exportabhängigkeit auch, wenn nicht sogar in erster Linie Deutschland treffen werden.

Der „Boom“ der letzten Jahre nähert sich immer mehr seinem Ende. Deshalb ist es für Sie auch wichtig, sich dagegen zu wappnen und vor allem bei der Geldanlage auf Sicherheit zu setzen. Das tun Sie, indem Sie sich aktiv absichern.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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