Crash-Gefahr: Immobilien-Preise steigen immer schneller

Der Boom am deutschen Immobilienmarkt geht nicht einfach nur weiter, er nimmt sogar noch weiter an Dynamik zu:

Wie der Makler-Verband IVD jetzt ermittelte, hat sich der Preis-Anstieg für Immobilien in den 370 größten deutschen Städten im 1. Halbjahr 2016 mit im Schnitt über 6% im Vergleich zum Vorjahr nochmals beschleunigt.

2015 waren die Preise nur um 5% angestiegen.

Bei dieser Betrachtung müssen Sie eine Sache aber bedenken: Die hier erhobenen Daten geben nur einen Durchschnittswert wieder.

In den Metropolen geht es schon länger noch viel rasanter nach oben: So haben sich die Preise für Wohnungen in München in den letzten 5 Jahren um 76%, in Hamburg um 43% und in Stuttgart um 58% erhöht.

Das sind Zahlen, die mit einer normalen, zur Einkommens-Steigerung breiter Bevölkerungs-Schichten parallel laufenden Entwicklung nichts mehr zu tun haben.

Hier geht es – ähnlich wie beim Aktienmarkt – nur noch um Spekulation.

Hauptursache sind die sinkenden Zinsen und die damit fehlenden rentablen Anlage-Möglichkeiten.

Dadurch werden die Anleger in Aktien und Immobilien gelockt, weil sie glauben, mit diesen Anlageformen noch eine Rendite erzielen zu können.

Doch auch diese Blase wird zwangsläufig platzen.

Entwicklung bei Immobilien ist extrem gefährlich

Wir erleben hier eine extrem ungesunde Entwicklung: Eine gesunde Wirtschaft entwickelt sich immer im Gleichklang mit den Einkommen und Löhnen.

Die Immobilienpreis-Steigerungen heute bedeuten nichts anderes, als das: Normalverdiener immer weniger Wohneigentum leisten können und überwiegend Investoren und finanziell Bessergestellte im Immobilienmarkt mitmischen.

Immobilienmarkt in der Krise immer betroffen

Aber diese massive Spekulations-Welle wird nicht ewig weitergehen.

Sobald jedoch in einem neuen Finanzcrash die Zinsen durch erhöhte Risiko-Zuschläge zum Kapitalzins wieder ansteigen, platzt diese Blase und Immobilien werden unrentabel, weil es zu einem drastischen Einbruch bei den Preisen kommt.

Der Immobilienmarkt war bisher meist der in Finanzkrisen am schwersten betroffene Sektor. Deshalb rate ich Ihnen dringend, sich aus dieser Spekulations-Blase herauszuhalten.

Außer dem Eigenheim sollten Sie nicht in den Immobilien-Bereich investieren. Dazu kommt das Risiko, dass Sie in einer Finanzkrise durch hohe Immobilien-Steuern vom Staat zur Kasse gebeten werden könnten.

31. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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