Crash-Gefahr: Nobelpreisträger Robert Shiller warnt vor Rezession in den USA

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Noch läuft die US-Wirtschaft. Doch nun hat auch der Nobelpreisträger Robert Shiller eine Rezessions-Warnung ausgesprochen. (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Wenn Sie auf die Entwicklung an den Börsen schauen, könnten Sie denken: Es läuft einfach rund in der Wirtschaft. Gerade in dieser Woche sind die Kurse an den Börsen wieder massiv gestiegen und die Marke von 12.000 Punkten kommt beim DAX wieder in Reichweite. Damit befindet sich der deutsche Aktienmarkt auf dem höchsten Niveau in diesem Jahr. Der Zuwachs summiert sich für den deutschen Leitindex jetzt schon auf 13%.

Doch diese Euphorie ist trügerisch. So hat jetzt der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Robert Shiller vor einer Rezession in den USA gewarnt. Seiner Ansicht nach sprechen die hohen Preise auf dem Aktien- und Immobilienmarkt, zusammen mit den Niedrigzinsen für einen deutlichen wirtschaftlichen Rückgang, der noch vor Ende 2020 die USA in eine Rezession stürzen könnte.

Vor allem den Immobilienmarkt sieht der Nobelpreisträger kritisch. Die Preise dieses Marktsegments sind derzeit wieder auf einem Rekordhoch und die USA befinden sich im drittgrößten Immobilienboom seit dem Jahr 1890. Dazu kommen die längste Hausse der US-Börsengeschichte und ebenfalls die längste wirtschaftliche Expansion, die es je gegeben hat. Wenn sich die Entwicklung aus der Geschichte wiederholt, dann stehen die USA nach Einschätzung von Professor Shiller mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einer Rezession.

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Aktuelle Lage erinnert stark an 2008 – das ist eine gefährliche Konstellation

Das sehe ich ähnlich: Die derzeitige Konstellation mit Rekordkursen an den Aktienmärkten und Rekordpreisen bei Immobilien ähnelt extrem der Lage kurz vor der Finanzkrise 2008. Auch damals wurde – wie heute auch – die Gefahr von den meisten Anlegern nicht gesehen. Und selbst die meisten Experten gingen von weiter steigenden Aktienkursen aus.

Doch im Gegensatz zur Finanzkrise 2008 ist heute die weltweite Verschuldung nochmals um 50 Prozent höher und die Zinsen auf einem Rekordtief. Das bedeutet, dass die Krise erheblich schlimmer ausfallen wird als 2008, weil z. B. die Notenbanken keinen Spielraum mehr haben, um mit Zinssenkungen die Krise abzufedern.

Das bedeutet, dass Sie bei der kommenden Krise nicht mit einer Erholung wie im Jahr 2009 rechnen können. Es steht dann eine längere Krise bevor. Doch genau hier sind Sie jetzt gefragt mit der aktiven Absicherung für Ihr Vermögen. Zunächst ist hier die breite Streuung der Vermögenswerte wichtig. Hinzu kommt der Einsatz von unterschiedlichen Anlageklassen wie eben Edelmetallen, Fremdwährungen und auch ausgesuchten Aktien, die in früheren Krisen ihre Stärke schon unter Beweis gestellt haben.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.