Crash-Gefahr: Russland verkauft im Rekordmaßstab US-Anleihen

Schauen Sie auch auf die Entwicklung an den Anleihenmärkten. Die aktuelle Entwicklung dort sendet ganz klar Krisensignale. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Liebe Leser,

wie das amerikanische Finanzministerium jetzt veröffentlichte, verkaufte Russland bis April US-Staatsanleihen in Höhe von 47 Milliarden Dollar und damit fast die Hälfte seines kompletten Bestandes von zuvor 96 Milliarden Dollar. Andere Länder wie China oder Japan trennten sich gleichfalls von US-Staatsanleihen.

Das ist ein klarer Trend, der aktuell an den Finanzmärkten erkennbar ist – und ich kann ihnen nur sagen: Dieser Trend wird massive Folgen haben. Doch je mehr US-Anleihen auf den Markt geworfen werden, umso stärker fällt auch deren Kurs und steigen die Zinsen, was weitere Verkäufe anderer Anleger nach sich zieht.

Insofern ist es extrem wichtig auch auf die Entwicklung des Anleihenmarktes zu schauen, wenn es darum geht die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten insgesamt einzuschätzen. Grundsätzlich sehen Sie hier, dass sich immer mehr Länder von US-Staatsanleihen und damit vom US-Dollar-System verabschieden wollen.

China und Russland wollen aktuelles Währungssystem zu ihren Gunsten verändern

Derzeit leben wir in einem fast schon global dominierten Währungssystem mit dem US-Dollar als Leitwährung. Doch dies ist nicht in Stein gemeißelt. Russland und China arbeiten ohnehin schon länger daran, den US-Dollar als Weltleitwährung abzulösen. Das wäre auch nur eine logische Fortsetzung des sich ohnehin schon verschiebenden Machtgefüges in der globalen Wirtschaft. Gerade China nimmt eine immer größere Rolle ein – und da wäre ein chinesisch geprägtes Währungssystem einfach ein logischer Schritt.

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Vor allem China hortet seit Jahren große Mengen Gold, um dann nach einer neuen Finanzkrise den Gold-Yuan als neue Weltleitwährung zu präsentieren. Diese Vorbereitungen laufen noch im Hintergrund ab – doch die massiven Goldimporte in China zeigen ganz deutlich, dass dort in diesem Sektor sehr viel passiert.

Die jetzigen massiven Verkäufe von US-Staatsanleihen durch Russland deuten darauf hin, dass die nächste Finanzkrise nicht mehr weit ist. Das und der Handelskrieg, der sich jetzt weltweit ausgehend von den USA entfaltet, macht für mich immer deutlicher, dass der derzeitige Boom schon bald in einer Krise enden wird. Und diese Krise wird massiv ausfallen – auch weil eben die Schulden weltweit immer weiter steigen. Dazu hatte ich Ihnen ja gestern an dieser Stelle noch Zahlen präsentiert.

Für Sie heißt es jetzt einmal mehr: Sichern Sie sich aktiv gegen die kommende Finanzkrise ab. Wie das am besten geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

Herzlichst Ihr

Günter Hannich


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.