Crash-Gefahr: Ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland

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45 Haushalte besitzen so viel Vermögen wie die ärmere Bevölkerungshälfte. Die Vermögensverteilung in Deutschland wird immer ungerechter. (Foto: Watchara Ritjan / Shutterstock.com)

Die Vermögensverteilung in unserem Land läuft immer mehr aus dem Ruder – mit massiven Folgen für uns alle. Wie eine neue Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben hat, besaßen im untersuchten Jahr 2014 die reichsten 45 Haushalte in Deutschland 214 Milliarden Euro Vermögen. Das ist genauso viel wie die ärmere Bevölkerungshälfte im Land zusammen besitzt. Dabei wurden erstmals die vorliegenden Daten über die Vermögensverteilung durch weitere Angaben aus Ranglisten der reichsten Personen ergänzt.

Generell ist es schwierig, die Vermögen von Superreichen zu schätzen, da diese naturgemäß darüber keine Auskunft geben und oft erhebliche Teile des Vermögens im Ausland oder in Steueroasen verstecken. Die neue Studie dürfte dabei nur die „Spitze des Eisberges“ erfasst haben und die Vermögensverteilung in Deutschland in Wirklichkeit noch erheblich ungerechter ausfallen, als das bisher schon vermutet wurde.

Gerechte Vermögensverteilung sichert gesellschaftliche Stabilität

Dabei ist eine gerechte Vermögensverteilung extrem wichtig für die Stabilität von Gesellschaften. Das zeigt Ihnen auch der Blick zurück in die Geschichte: Für Sie ist das wichtig, weil die Konzentration von Vermögen in immer weniger Händen ein deutliches Indiz dafür ist, dass das System bald kollabieren wird. Vor allen großen Crashs – wie der Weltwirtschaftskrise von 1930 oder dem Gründerkrach von 1873 – erreichte die Vermögenskonzentration jeweils ein Maximum. Der Mittelstand löste sich, ähnlich wie heute, immer mehr auf und die Masse der Menschen verarmte.

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In solchen Phasen haben sich massive gesellschaftliche Veränderungen vollzogen. Genau das erwarte ich auch jetzt wieder. Dabei gerät das Vermögen von vielen Bürgern in Gefahr – vor allem denen, die sich heute noch in Sicherheit wiegen.

Die drastische Vermögenskonzentration in Deutschland ist ein weiteres Indiz dafür, dass es bald zu einem Crash kommen wird. Dann werden wir eine neue Finanzkrise erleben, allerdings diesmal völlig unkontrollierbar und erheblich schärfer als die hinter uns liegenden. Deshalb sollten Sie sich gerade jetzt richtig aufstellen und Ihr Vermögen aktiv vor dem unweigerlich kommenden Zusammenbruch schützen.

Das tun Sie durch eine breite Streuung und vor allem auch mit Fremdwährungen und ausgesuchten Edelmetallen. Achten Sie dabei aber auch auf eine ausgewogene Gewichtung. Nur wenn Sie Ihr Vermögen in verschiedene Anlageklassen streuen, verringern Sie das Risiko bei einer kommenden Krise.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.