Crash-Gefahr: US-Mittelstand löst sich auf

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Die Schere zwischen arm und reich geht in den USA immer weiter auseinander – das ist ein klares Warnsignal für eine bevorstehende Krise – zumal wir in Deutschland eine ähnliche Entwicklung haben. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die Gesellschaft in den USA driftet immer weiter auseinander. Die Folgen sind massiv und strahlen weit über das Land hinaus. Dazu müssen Sie wissen: Die USA sind noch immer die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Insofern haben Verwerfungen in dem Land auch Folgen für die Stabilität der weltweiten Konjunktur.

Nach Aussagen der Direktorin der amerikanischen Notenbank Fed, Lael Brainard, hat sich der Mittelstand in den USA immer noch nicht von der Finanzkrise 2008 erholt. Der Vermögens- Durchschnitt für Mittelstandsfamilien lag Ende 2018 bei 340.000 Dollar und ist damit immer noch niedriger als vor der Finanzkrise. Demgegenüber besitzen die reichsten 10 Prozent der Haushalte mit im Schnitt 4,5 Millionen Dollar, also im Durchschnitt 13 Mal mehr als der Mittelstand.

Die Fed-Direktorin warnte davor, dass diese Vermögensverschiebung von der breiten Bevölkerung hin zu wenigen Reichen eine Gefahr für das Wohlergehen und die Widerstandsfähigkeit der ganzen amerikanischen Gesellschaft darstellt. Vielen Mittelstandsfamilien falle es immer schwerer, überhaupt ihre Ausgaben zu finanzieren, oder Vermögen aufzubauen.

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Jeder Krise ging eine deutliche Vermögensverschiebung voraus

Diese Angaben bestätigen meine Erkenntnisse, wonach jeder großen Krise eine deutliche Vermögensverschiebung vorausgeht. Auch vor der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war der Unterschied zwischen den Reichen und dem Mittelstand auf einen neuen Rekordwert angestiegen. Diese Auflösung des Mittelstandes vollzieht sich jedoch nicht nur in den USA, sondern weltweit. Speziell in Deutschland ist die Kluft zwischen Mittelstand und Reichen besonders groß. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung besitzen inzwischen über die Hälfte des ganzen Vermögens im Land, während auf die ärmere Hälfte gerade einmal 2,5 Prozent davon entfallen.

Mit der Konzentration von Vermögen in immer weniger Händen ist auch ein sinkender Massen-Konsum verbunden, weil die verarmende Bevölkerung immer weniger kaufen kann. In Folge dessen werden die Unternehmensabsätze einbrechen, was wiederum automatisch zu einer deflationären Abwärtsspirale aus bankrotten Unternehmen, Massenarbeitslosigkeit und damit noch weiter einbrechender Massenkaufkraft führt.

Diese Entwicklung zeigt Ihnen, dass es so wie derzeit eben nicht dauerhaft weitergehen kann und auch nicht weitergehen wird. Das System fährt auf einen Abgrund und einen Crash zu. Deshalb ist es für Sie wichtig, sich aktiv dagegen abzusichern. Das tun Sie mit einer breiten Streuung Ihres Vermögens.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.