Crash-Gefahr: Zwei Drittel der europäischen Banken immer noch geschwächt

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Auch 10 Jahre nach der Finanzkrise sind viele Banken noch sehr instabil. Das bringt Gefahren für das gesamte Finanzsystem (Foto: Anton Violin / shutterstock.com)

Die Finanzkrise liegt schon wieder 10 Jahre hinter uns – doch die Folgen sind bis heute noch spürbar. Das zeigt immer wieder beim Blick auf den Banken Sektor. Wie eine Studie der weltweit agierenden Beratungsgesellschaft Bain & Company zeigt, sind auch heute noch ganze zwei Drittel der europäischen Banken durch die Finanzkrise 2008 geschwächt. Bei 40 Prozent von ihnen hat die Studie ein schwaches Geschäftsmodell und schwache Bilanzen festgestellt und mehr als 25 Prozent der Institute sind sogar von der Pleite bedroht.

Diese Zahlen sind erst einmal erschreckend – denn ein gesunder Bankensektor ist eine Voraussetzung für eine stabile Wirtschaft. Daran sehen Sie, dass vor allem in Europa ein Großteil der Banken nach wie vor Probleme hat, und dass die Finanzkrise 2008 niemals wirklich gelöst, sondern nur durch die ständige Bereitstellung von Liquidität der Europäischen Zentralbank unter den Teppich gekehrt wurde.

In Italien und Spanien drohen neue Bankenkrisen

Speziell in den schwachen Euro-Staaten wie Italien und Spanien drohen sogar weiter Bankenkrisen. Insbesondere Italien könnte dafür der Auslöser sein, da die Haushaltspolitik der populistischen Regierung eine Abkehr von dem bisher restriktiven Konsolidierungskurs bedeutet. Trotz aller Warnungen der EU und des Internationalen Währungsfonds hat das italienische Parlament dieser Tage den neuen Haushalt verabschiedet, der eine deutliche Ausweitung der Neuverschuldung vorsieht.

Und genau zu diesem Haushalt kommt es jetzt zum Streit mit der EU. Noch ist nicht absehbar, welche Seite sich durchsetzen wird. Klar ist aber: Sollte Italien die Schulden wie jetzt geplant ausweiten, würde das die Stabilität des ganzen Landes gefährden. Schon heute weist Italien eine Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von mehr als 130% auf. Das ist der zweithöchste Wert innerhalb der Euro-Zone. Nur Griechenland hat noch immer höhere Schulden.

Bankenpleiten sind weiter möglich

Sobald es zu einer neuen Finanzkrise kommt, werden diese Probleme erneut hervortreten und es wird zu einer neuen Bankenpleitewelle speziell in Europa kommen. Das wird auch deutsche Banken über die enge Vernetzung des Bankenapparates in Probleme bringen.

Das ist ein Grund dafür, warum ich Ihnen dazu rate, sich nicht nur auf Banken zu verlassen. Setzen Sie deshalb bei Ihren Fremdwährungen auf ein Drittel Bargeld. Daneben sollten Sie auch einen so großen Bargeldvorrat in Euro haben, dass Sie damit im Fall von Bankenschließungen für mindestens zwei Monate die Ausgaben für Ihren derzeitigen Lebensstandard finanzieren können.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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