Crash im Bitcoin – auch DAX & Co. mit roten Kerzen

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Bitcoin im freien Fall: Die Kryptowährung schmiert heute bislang um 19 Prozent hab. Es ging 8.000 US-Dollar nach unten! (Foto: Wit Olszewski / shutterstock.com)

Verrückt: Die Märkte haben doch noch den Rückwärtsgang gefunden. Allen voran Bitcoin. Die Kryptowährung schmiert heute bislang um 19 Prozent hab. Es ging 8.000 US-Dollar nach unten!

„Kein Wunder“, werden jetzt einige sagen. Da kann ich nicht wirklich widersprechen. Nach dem Höhenflug der letzten Wochen, war das mehr als überfällig. Typisch für Bitcoin ist natürlich auch, dass es rasant abstürzt.

Bitcoin im Tageschart

Hier sehen Sie den Chart seit Dezember 2020. Von 16.500 im Tief ging es sportlich hoch nach 40.000 US-Dollar. Vor zwei Tagen gab es schon einmal einen Spike nach unten. Der wurde aber wieder hochgekauft. Heute sieht es so aus, als würden die Bären gewinnen.

Vielleicht kommt jetzt noch einmal ein großer Crash im Bitcoin den viele erwarten bzw. erhoffen. Quasi als letzter Einstieg bevor das Ding wirklich durch die Decke geht. Ich habe bisher noch kein Geld in Coins gesteckt. Nachdem aber im letzten Jahr derart viel Geld – gerade beim US-Dollar geschöpft wurden – steigt meiner Meinung nach auch die Chance, dass Bitcoin langfristig als Geldspeicher dienen kann.

Sobald hier Tesla und Apple ein bisschen Spielgeld parken, sieht der Kurs schon ganz anders aus. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Das Geld ist nicht bei einer Bank, die damit zocken kann. Man hat es selbst unter Kontrolle, muss keine Strafzinsen zahlen und die breite Akzeptanz scheint inzwischen vorhanden.

Klar, wir bewegen uns noch nicht auf der Ziellinie. Bitcoin wird irgendwann nicht mehr derart schwanken. Genau das ist ja das Thema, warum Großkonzerne ihr Geld dort noch nicht parken. Wenn Elon Musk hier ein paar Milliarden US-Dollar „parkt“, könnte er sein Kapital vervielfachen oder auch verlieren. Dieses Risiko muss noch niemand komplett eingehen. Doch das kann sich bald ändern.

Jetzt werden vermutlich viele ängstliche Hände aus dem Markt gespült. Ich kenne zumindest einen erfolgreichen Tech-Multimillionär, der bei einem Kurs von 5.000 US-Dollar mehrere Millionen investiert hat und jetzt im Bereich bei 36.000 zu 80 Prozent ausgecasht hat. Der kann sich erst einmal wieder seiner Arbeit widmen und hat in der kurzen Zeit gut verdient. Die restlichen 20 Prozent lässt er drin und damit ist es jetzt auch schier egal, was damit passiert. Wenn Bitcoin auf 1 Million steigt, hat er natürlich viel liegen gelassen. Doch er wird vermutlich auch noch einmal einsteigen, wenn die Kurse niedriger sind.

Wir waren – ähnlich wie Tesla – deutlich überhitzt. Jetzt gab es einmal die Korrektur und die ist noch nicht zu Ende.

Bitcoin im 2-Stunden-Chart

Ich bin seit knapp unter 36.000 US-Dollar im Bitcoin short. Hatte dort vor wenigen Tagen eine Order in den Markt gelegt. Einfach für den Fall, dass es kippt. In dem Bereich gab es gute Unterstützungen. Zumindest theoretisch. Doch die haben heute nicht lange gehalten.

Es war nur eine klitzekleine Position. Insofern ist der Trade zwar im Plus, reicht aber nicht zum Volltanken. Ich habe es in erster Linie gemacht, um mich ein bisschen für Bitcoin zu sensibilisieren.

Ich werde wohl auch irgendwann Bitcoin kaufen. Doch dazu darf der Kurs noch gerne weiter crashen. 80 Prozent Kursverlust ist bei Bitcoin bislang üblich. Wenn wir die Hochs also über 40.000 hatten, wäre die Einkaufszone bei etwa 8.000 US-Dollar. Warten wir ab, ob jetzt die Panik gespielt wird oder die Kurse jetzt schon wieder nach oben drehen. Wir befinden uns nämlich in der nächste Zone mit einer Unterstützung.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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