Crash-Indiz: Deutsche Bank plant „Bad Bank“

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Die deutsche Bankmacht wieder Schlagzeilen - und wieder sind diese nicht positiv. Jetzt plant das Finanzinstitut den Aufbau einer „Bad Bank“. (Foto: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com)

Die Banken stehen aktuell nicht mehr im Mittelpunkt der Berichterstattung. Das ist nicht gut. Es fehlt einfach der kritische Blick auf die Finanzinstitute, die in den vergangenen Jahren so viel Kapitalvernichtet und Börsenwert verloren haben.

Und auch wenn Sie denken, so langsam müssten die großen Namen der europäischen Bankenbranche die Folgen der Finanzkrise verarbeitet haben, liegen Sie falsch. Wie jetzt bekannt wurde, plant das größte deutsche Kreditinstitut, die Deutsche Bank, die Gründung einer sogenannten „Bad Bank“.

Das bedeutet, dass die Bank kritische Wertpapiere in eine neu gegründete Bank auslagern will, um eine Belastung des Stammhauses mit kritischen Schulden zu vermeiden. Zunächst geht es hier um ein Volumen von 50 Mrd. Euro. Das ist nur ein kleiner Umfang bei den massiven Problemkrediten der Deutschen Bank. Dieser Plan zeigt Ihnen aber klar auf, dass eben nicht alles in Ordnung ist bei der Deutschen Bank.

Vielmehr zeigt Ihnen die Gründung einer solchen Bad Bank, wie kritisch offenbar die Lage der schon länger angeschlagenen Deutschen Bank ist. Immerhin besitzt die Bank – nach Presseberichten – Anlagewerte im Volumen von 522 Mrd. Euro, Werte, für die es nicht einmal einen Marktpreis gibt, weil sie zu kritisch sind. Mit einer Bilanzsumme von fast 1.350 Mrd. Euro ist diese Bank fast so groß wie die nächsten drei größten Banken in Deutschland, die DZ-Bank, die KfW Bank und die Commerzbank, zusammen.

Bilanzsumme der Deutschen Bank ist explodiert – und nicht mehr beherrschbar

Zudem geht es um ein mehr als doppelt so großes Bilanzvolumen, wie bei der Lehman-Bank im Jahr 2008, deren Pleite damals zur weltweiten Finanzkrise führte und beinahe das globale Bankensystem zu Einsturz gebracht hätte. Mit anderen Worten: Kippt die Deutsche Bank, dann reißt sie über ihre Verflechtungen alle anderen Banken in Deutschland und international in den Abgrund.

Solche Maßnahmen der größten deutschen Bank sind deshalb sehr kritisch zu betrachten. Zusammen mit dem ganzen instabilen Umfeld mit Minuszinsen und extremen geopolitischen Ungleichgewichten, die es zur Finanzkrise 2008 noch gar nicht gab, ergibt das eine sehr gefährliche Mischung, die zur nächsten weit schlimmeren Krise führen wird.

Deshalb ist es für Sie wichtig, sich weiter aktiv gegen die unweigerlich kommende nächste Finanzkrise zu wappnen. Das tun Sie, indem Sie in sichere Werte wie Fremdwährungen oder Edelmetalle investieren. Gleichzeitig sollten Sie mit einem Bargeldbestand flexibel bleiben. Der sollte so groß sein, dass Sie damit bis zu 3 Monate direkt überstehen können.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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