Crash-Indiz: Industrie-Prognosen losgelöst von jeder Realität

Daimler Mercedes Benz RED – shutterstock_383806060 Ivan Kurmyshov

Ein Zeichen dafür, dass es bald zu einem Crash im Finanz-System kommen wird, sind immer unrealistischer werdende Jubelmeldungen in den […] (Foto: Ivan Kurmyshov / Shutterstock.com)

Ein Zeichen dafür, dass es bald zu einem Crash im Finanz-System kommen wird, sind immer unrealistischer werdende Jubelmeldungen in den Medien.

Eine solche Meldung kam beispielsweise diese Woche vom Bundeswirtschaftsministerium:

Bundeswirtschaftsministerium reiht sich in die Jubelmeldungen ein

Darin wurde behauptet, dass die deutsche Industrie ihre Produktion im August im Vergleich zum Vorjahres-Monat um 3,2% gesteigert hätte.

Ökonomen hätten nur 0,7% Zuwachs erwartet, und die Aussichten seien dermaßen glänzend, dass die Produktion noch weiter gesteigert werden könne.

Allein die Automobil-Industrie hätte als Spitzenreiter die Produktion sogar um fast 11% erhöht.

Angesichts der größten Krise in der Automobil-Industrie durch die gefälschten Abgaswerte und der völlig unsicheren Zukunft für Diesel-Autos und Verbrennungsmotoren insgesamt erscheinen solche Meldungen mehr als unglaubhaft.

Automobil-Industrie macht große Pläne

Noch unrealistischer wird es, wenn Renault diese Woche ankündigt, bis zum Jahr 2022 mit dann über 5 Mio. PKW nochmals 40% mehr Autos abzusetzen als heute.

Schon im Frühjahr 2017 hatte Daimler-Chef Zetsche angekündigt, dass bis zum Jahr 2025 weltweit statt heute 84 Mio. über 100 Mio. Autos pro Jahr produziert werden würden.

Ob überhaupt der Platz für so viele Autos oder der Bedarf bzw. das Geld dafür da ist, wird bei solchen Jubelmeldungen offensichtlich gar nicht mehr hinterfragt.

Daimler Mercedes Benz RED – shutterstock_383806060 Ivan Kurmyshov

Die Automobilbranche steht vor tiefgreifenden VeränderungenInsbesondere die deutschen Autohersteller haben derzeit mit dem Dieselskandal zu kämpfen. Ein Umdenken findet statt. › mehr lesen

Es geht beinahe zu wie in der DDR

Mir drängt sich dabei ein Vergleich mit der Endphase der DDR auf:

Auch damals wurden ein Produktions-Rekord nach dem anderen vermeldet und glänzende Zukunfts-Aussichten an die Wand gemalt.

Nur wenige Wochen später war die DDR samt ihrer angeblich glänzenden Produktions-Entwicklung Geschichte.

Kurz vor dem Crash erleben wir die größte Euphorie

Kennzeichen eines Crashs ist, dass es kurz zuvor noch euphorische Meldungen gibt – genauso wie eine Kerze, bevor sie erlischt, noch einmal hell aufleuchtet, oder ein Baum, bevor er abstirbt, nochmals eine große Blütenpracht zeigt.

Für mich jedenfalls sind solche unrealistischen euphorischen Meldungen ein weiteres Indiz hierfür:

dass es mit diesem durch und durch instabilen System schon bald nicht mehr weitergehen und es völlig anders kommen wird, als uns Politik und Wirtschaft einreden wollen.

Für Sie heißt das, dass Sie sich gerade jetzt nicht von den blumigen Versprechen aus der Politik beeinflussen lassen sollten.

Sichern Sie gerade jetzt Ihr Vermögen aktiv ab und investieren Sie v. a. in wirkliche Werte wie beispielsweise Edelmetalle!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.