Crash-Indiz: US-Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt vor der Finanzkrise

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Gerade aus den USA erreichten uns zuletzt immer weiter positive wirtschaftliche Daten. Doch diese Daten sind nur auf den 1. […] (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Gerade aus den USA erreichten uns zuletzt immer weiter positive wirtschaftliche Daten.

Doch diese Daten sind nur auf den 1. Blick wirklich positiv. Wenn man jedoch etwas genauer hinschaut, entpuppen sich einige dieser Daten tatsächlich als Crash-Indiz.

Niedrige Arbeitslosen-Quote in den USA ruft böse Erinnerungen wach

So teilte das amerikanische Arbeitsministerium jetzt mit, dass die Arbeitslosen-Quote in den USA im April auf nur noch 4,4% gefallen ist.

Damit fällt sie so niedrig aus wie zuletzt im Jahr 2007, kurz vor Beginn der Finanzkrise 2008.

Ähnliche Zahlen findet man für die USA auch im Jahr 1929, kurz vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre, als die Medien schon das „Ende der Armut“ bejubelten.

Denken Sie daran: Ein Crash kommt immer dann, wenn die Masse ihn nicht erwartet

Doch was jeweils folgte, war keine blühende Wirtschaft, sondern ein Crash mit Not und Elend.

Daran sehen Sie schon, dass solche Meldungen keineswegs ein Grund sind optimistisch zu sein, sondern im Gegenteil: einen weiteren Anlass zur Vorsicht geben.

Die Geschichte hat eine Sache immer wieder unter Beweis gestellt: Ein Crash kommt selten dann, wenn alle pessimistisch – und damit auch vorsichtig – sind.

Sondern er kommt i. d. R. zu einem Zeitpunkt, wenn die Stimmung euphorisch ist und die Menschen damit unvorsichtig geworden sind. Genau das ist derzeit der Fall.

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Darum ist der Optimismus nicht gerechtfertigt

Dieser Optimismus ist zudem überhaupt nicht gerechtfertigt.

Denn die niedrige Arbeitslosigkeit ist ja kein Resultat einer florierenden Wirtschaft, sondern nur das Ergebnis von Notenbank-Maßnahmen und künstlich niedrigen Zinsen.

Bei niedrigen Zinsen sinkt die Zinsbelastung für die Wirtschaft und es kann günstiger finanziert und produziert werden. Damit kommt es auch zur Schaffung neuer Stellen.

An den grundsätzlichen Problemen unseres Finanz-Systems wurde nie etwas geändert, denn die Verschuldung ist heute sogar weltweit etwa um 50% höher als noch im Jahr 2008.

Und diese immer weiter ansteigende Schuldenblase vergrößert die Probleme – ob nun in den USA oder bei uns in der Euro-Zone.

Fazit

Wie kurz vor der Weltwirtschaftskrise und kurz vor der Finanzkrise im Jahr 2008, so ist auch diesmal der Optimismus kurz vor dem Crash am größten.

Deshalb sollten Sie sich keinesfalls auf solche euphorischen Meldungen verlassen, sondern im Gegenteil Ihre aktive Absicherung weiter ausbauen!

Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen und verschiedene Anlageklassen mit hineinnehmen, wie z. B. Fremdwährungen oder auch Edelmetalle.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.