Crash-Vorsorge: Seien Sie klüger als die Notenbanken

Betongold gilt als unerlässlich in Krisenzeiten. Aber Vorsicht - Immobilien haben Ihre Tücken. Welche, das verraten wir Ihnen hier. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Die nächste Krise kommt bestimmt. Auch wenn Politiker tunlichst darauf verzichten, dies öffentlich zu sagen.

Und dass, obwohl Ihr Vermögen schon seit vielen Jahren im Feuer steht.

Auf was warten Sie noch? Ergreifen Sie selbst die Initiative

Damit Sie nicht noch mehr verlieren, sollten Sie selbst die Initiative ergreifen, um es zu schützen. Denn der Staat lässt Sie dahingehend alleine. So sprechen beispielsweise Null- und Negativzinsen eine eindeutige Sprache. Finden Sie nicht auch?

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, was Sie alles bezüglich der Krisenwährungen Gold und Silber, ausländischen Währungen und Aktien von soliden Unternehmen wissen müssen.

Mischfonds und Vermögenssicherung

Auch ausgesuchte, defensive Mischfonds taugen zur Vermögenssicherung. Gemeint sind damit Finanzpools, die flexibel zwischen Aktien, Anleihen oder Bargeld umschichten.

Einen Großteil der Anlegermittel halten diese dabei stets in sicheren Zinspapieren.

Vorsicht mit Betongold

Auch Immobilien bzw. Immobilienanteile gelten als Krisenschutz, als Wertspeicher und Altersvorsorge.

Richtig ist, dass Betongold seit je her eine relativ sichere Anlage ist. Grundbesitz hat seinen Wert. Natürlich. Gerade auch durch kalkulierbare Einnahmen aus Vermietungen oder Verpachtungen.

Aber Achtung: In vielen Städten (vor allem in den Ballungsräumen) sind die Preise völlig überteuert.  Das heißt, dass Sie eventuell viel mehr für eine Immobilie bezahlen, als sie tatsächlich wert ist.

Das sollten Sie bei einem Kauf einer Immobilie beachten

Ein Immobilienexperte verriet eine Faustregel, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchte. Diese ist allerdings nicht überall anwendbar: Zahlen Sie für eine Immobilie nie mehr als das Zwanzigfache einer Jahresmiete.

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Wir wiederholen an dieser Stelle noch einmal, weil es in diesem Zusammenhang äußerst wichtig ist: Die hohen Preise eines völlig überhitzten Immobilienmarktes können in Crash-Zeiten abstürzen.

Nicht zuletzt kann auch der Staat auf Ihr Grundeigentum zugreifen. Beispielsweise, wenn er für unbewegliche Güter eine Zwangsanleihe versieht.

Das hat es in der Vergangenheit schon gegeben und ist daher alles andere als ein futuristische Angstmache.

Krisenwährung Schmuck

Grundsätzlich gilt: Schmuck ist ein Investment für Liebhaber und als Geldanlage ungeeignet. Denn er ist unberechenbarer, weil spekulativer als beispielsweise Edelmetall-Anlagen.

Dafür aber taugt Schmuck als Krisenwährung, weil er nicht beliebig vermehrbar ist.

Der individuelle Wert von Schmuck

Der sogenannte innere Wert (der Wert des verarbeiteten Goldes oder der Edelsteine) bleibt erhalten. Der individuelle Wert sowie seine subjektiv empfundene Schönheit sind dabei entscheidend.

Vor allem Liebhaber und Sammler bestimmter Stücke können dafür sorgen, dass Sie eine außerordentlich gute Rendite erzielen.

Diese Schmuckstücke sind gewinnträchtig

Besonders kostbar sind hochwertige und seltene Stücke. Gefragt und ertragreich sind Colliers, Armbänder, Ringe und Broschen international renommierter Juweliere (z.B. Cartier, Bulgari, Van Cleef & Arpels) in einem zeitlosen Design.

Ebenso historische Stücke etwa von Réne Lalique, Mauboussin oder Boucheron.

Auch modische Zyklen können den Preis eines Schmuckstückes steigern. Um einen möglichst großen Gewinn zu erwirtschaften, sollten Sie allerdings seine Abnutzung vermeiden und es in einen Safe legen.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.