Crash: Wenn es soweit ist, werden Sie es von mir erfahren!

Heute tagt die amerikanische Notenbank FED (Federal Reserve Bank) und wird am Abend wohl eine weitere Zins-Anhebung verkünden.

Am Freitag ist Hexensabbat: Dann werden am sogenannten großen Verfallstag neben Optionen auch Futures zur Abrechnung gestellt.

In den Niederlanden wird heute ein neues Parlament gewählt. Im nächsten Monat steht uns das gleiche Ereignis in Frankreich ins Haus. Und im September folgen dann die Bundestagswahlen in Deutschland.

Termine, Termine, Termine

Somit haben wir also reichlich viele Termine vor der Brust, die nicht nur die politische Landschaft in Europa auf Jahre hinaus verändern können. Auch die Börsen werden davon doch sicherlich tangiert?

Vergessen Sie das! Nicht umsonst besagt ein berühmtes Bonmot: „Politische Börsen haben kurze Beine!“

Allenfalls werden sich die Kurse eine Zeitlang nur seitwärts bewegen, so wie das in diesen Tagen an Europas Börsen der Fall ist.

Und wenn es doch deutlich mehr schwanken würde, hätten wir als Erklärung den Hexensabbat:

Der bezieht seinen Namen ja aus der Tatsache, dass sich die Kurse im Vorfeld des Abrechnungs-Termins gerne einmal wie von „Hexenhand“ kräftig rauf oder runter bewegen.

Vergessen Sie die Termine – es kommen eh immer wieder neue!

Doch ist es wirklich von Bedeutung, aus welchem Grund sich die Kurse heute so und gestern anders bewegt haben?

Meine Antwort darauf kennen Sie – ich habe sie Ihnen hier in Chartanalyse-Trends schon unzählige Male gegeben:„NEIN!“

Da wir es gerade von Hexen haben: Mir zaubert es immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich höre, wie Anleger Kursbewegungen von gestern oder heute diskutieren.

Denn mal ehrlich: Diese Kurse sind Geschichte. Alte Kurse sind Vergangenheit. Sie werden zu diesen Notierungen keine Transaktionen mehr abwickeln (können). Deshalb:

Analysieren Sie die Kursbewegungen von gestern für morgen

Was für Sie als Investor einzig und alleine zählt, ist das was Sie aus den Kursbewegungen von gestern und heute „herauslesen“ können, um daraus Schlüsse auf die künftige Entwicklung der Aktienmärkte zu ziehen!

In den letzten Tagen können Sie wieder vermehrt Kommentare lesen, in denen Ihnen ein schon bald bevorstehender Crash vorhergesagt wird.

U. a. werden dazu auch die eingangs genannten Ereignisse als Argument herangezogen.

Jede größere Abwärts-Bewegung kündigt sich vorher an

Ich sage Ihnen: Das ist Unsinn!

Wenn an den Finanzmärkten etwas in Unordnung gerät, dann werden Sie das an dem Kursverhalten ablesen können.

Vor wenigen Tagen fragte mich ein Leser, woran ich denn einen nahenden Crash erkennen würde. Meine Antwort:

„Es ist eine Vielzahl von Komponenten, die dann im Zusammenhang auf einen größeren Kursrückgang schließen lassen. Dazu gehören:

  1. Aktien im Depot meines Börsendienstes ‚Die Wachstumsaktien-Strategie‘ werden vermehrt ausgestoppt
  2. Das in der ‚Wachstumsaktien-Strategie‘ verwendete Markt-Barometer sendet Warnsignale aus
  3. Aufwärtstrends werden vermehrt und oft auch vehement gebrochen
  4. Großinvestoren verlassen verstärkt den Aktienmarkt
  5. Die Finanzmärkte reagieren negativ auf eigentlich positive Ereignisse
  6. Spezielle technische Indikatoren, wie die Advance-Decline-Linie, senden Verkaufs-Signale“

Die Punkte 1 bis 5 können wir schnell abhaken: Nichts davon trifft derzeit zu. Punkt 6 sehen Sie im nachstehenden Chart: die Advance-Decline-Linie (AD-Linie) des Dow Jones:

advance-decline-linie dow jones_15-03-2017

Advance-Decline-Linie Dow Jones: Kein Crash in Sicht!

Nicht mal die Advance-Decline-Linie sendet ein Verkaufs-Signal

Falls Ihnen dieser Indikator nichts sagt: Er summiert börsentäglich die Differenz der im Kurs gestiegenen und gefallenen Aktien eines Index.

Fällt die AD-Linie, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass die Investoren den Aktienmarkt verlassen.

Vermutlich sehen Sie hier das Gleiche, was auch ich sehe: nämlich kein Anzeichen, das auf einen Crash hinweisen würde.

Fazit und Empfehlung

Also: Lassen Sie die Menschen in den Niederlanden, Frankreich und hierzulande in Ruhe wählen!

Schauen Sie sich meinetwegen auch an, was Ihnen die FED-Chefin Janet Yellen am Abend zu sagen hat und wie sich die Kurse am kommenden Hexensabbat bewegen.

Aber bitte ziehen Sie nur aus den daraus resultierenden Kursbewegungen ihre Schlüsse!

Und noch etwas: Glauben Sie bitte nicht den „Gurus“, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass wir uns in einem neuen Bullenmarkt-Zyklus befinden!

Vertrauen Sie stattdessen mir, einem Mann, der in den letzten Jahren für seine Leser JEDE größere Abwärts-Bewegung vermieden hat, weil er sie rechtzeitig erkannt hat!

Wenn ein Crash droht, werden Sie es von mir erfahren!

15. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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