Crash-Warnung: Pimco-Chef-Ökonom warnt vor Aktien

Immer mehr Experten warnen heute vor den Parallelen zu 2007 an den Finanzmärkten – und damals folgte schließlich die globale Finanzkrise... (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Die Warnungen vor einem massiven Rückgang an den Aktienmärkten werden immer lauter.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat sich der Pimco-Chef-Ökonom Joachim Fels kürzlich über deutliche Parallelen zwischen heute und der Zeit kurz vor der Finanzkrise 2008 geäußert.

Die Fondsgesellschaft Pimco gilt heute als größter Anleihen-Investor der Welt, weshalb seine Einschätzung der Märkte großes Gewicht besitzt.

Pimco-Chef-Ökonom Joachim Fels trifft ins Schwarze

Joachim Fels wies darauf hin, dass es zuletzt eine vergleichbare Aufschwungs-Phase zu Beginn des Jahres 2007 gegeben hätte.

Er rät deshalb heute zur Vorsicht, weil damals nicht ein noch größerer und längerer Aufschwung folgte, sondern die bisher schwerste Finanzkrise des 21. Jahrhunderts.

V. a. sind dieses Jahr erstmals seit der Finanzkrise die Großanleger und Fondsmanager wieder voll investiert.

Und es greift eine Sorglosigkeit um sich wie damals kurz vor der Finanzkrise. Genau deshalb sollte man sich Sorgen machen.

Auch die derzeitige Ruhe an den Finanzmärkten geht parallel zu vorigen Finanzkrisen, bei denen sich kurz vor den Crashs auch kaum Ausschläge nach unten zeigten.

Genau diese scheinbare Stabilität bewirkt letztlich Instabilität, weil die Investoren sorglos werden und damit Crashs provozieren.

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Insbesondere weist er darauf hin, dass Anleihen und Aktien nach 9 Jahren Hausse inzwischen extrem teuer sind.

Aktuelle Sorglosigkeit an den Finanzmärkten ist gefährlich

Dieser Analyse des Pimco-Chef-Ökonomen kann ich mich nur anschließen:

Der Optimismus an den Märkten ist keineswegs ein Zeichen dafür, dass alles in bester Ordnung ist.

Sondern es macht deutlich, dass sich eine enorme Sorglosigkeit breitgemacht hat, die zwangsläufig Crashs herbeiführt.

Inzwischen wird wieder bedenkenlos in extrem riskante Anlageformen investiert – etwa in eine 100- jährige Anleihe von Argentinien, die gleich 3-fach überzeichnet war.

Der letzte Finanz-Crash in Argentinien liegt nur wenige Jahre zurück, und jetzt investieren Anleger voller Optimismus in eine 100 Jahre laufende Anleihe.

Deutlicher kann man die Sorglosigkeit der Anleger nicht darstellen…

Fazit

Deshalb rate ich Ihnen dazu, sich aus allen riskanten Investments, wie den meisten Aktien, völlig herauszuhalten.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der aktuelle Optimismus in Panik umschlägt und die daraus resultierenden Verkäufe dann zu einem völligen Kollaps der Aktienbörsen führen wird.


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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.