CTS Eventim-Aktie steigt in die 2. Börsenliga auf

Kaum ist der offizielle Verkettungstag an der deutschen Börse vorüber, da geht das Stühlerücken innerhalb der deutschen Aktienindizes weiter. CTS Eventim AG ist dieses Mal der Profiteur und steigt in die zweite Börsenliga, dem MDAX, auf.

Unternehmensportrait

Die CTS Eventim AG bezeichnet sich selbst als Europas Marktführer für die Vermarktung von Tickets für Konzert-, Theater- und Sportveranstaltungen. Das in 23 Ländern tätige Unternehmen ist zudem als Veranstalter von Live-Events tätig.

Dabei profitiert der Konzern von der Entwicklung, wonach der Trend zum Konzertkartenausdruck von zu Hause aus, zunimmt.

MDAX-Aufstieg

Lange wurde darüber diskutiert, ob CTS Eventim oder Zalando der Aufstieg im MDAX gelingt. Seit Freitagabend ist klar – CTS Eventim hat am Freitag dieses Rennen gewonnen.

So teilte der Indexanbieter Deutsche Börse mit, dass CTS zum 1. April in die Rangliste der mittelgroßen Werte aufgenommen wird. Dabei wird der Konzern TUI ersetzen – der Touristikkonzern plant die Einstellung der Notierung der Aktie im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zum selben Datum.

Nachdem der Konzern noch im Sommer unter der Fußball-WM zu leiden hatte – Konzerte und Veranstaltungen gerieten durch diese Sportevents deutlich in den Hintergrund – wurde im Herbst dann wieder Fahrt aufgenommen und dieses Tal mehr als kompensiert.

Über den gegebenen Ausblick von CTS Eventim möchte ich nicht näher eingehen – der fiel wie in den letzten Jahren eher schwammig aus. Ich gehe aber davon aus, dass CTS in den nächsten Jahren weiter vom Trend zum Online-Ticketing profitieren und seine bisher schon starke Marktposition ausbauen wird.

Ermittlungen des Bundeskartellamts

Es gibt aber eine Meldung, die ein wenig Kopfzerbrechen verursachen kann. So hat das Bundeskartellamt ein Prüfverfahren gegen den Ticket-Händler CTS Eventim eingeleitet. Dabei wird untersucht, ob der Eintrittskartenhändler aus Bremen seine Marktmacht missbrauche.

Ich rechne jedoch damit, dass es hier keinen Gegenwind für die Aktie geben wird. Solche Ermittlungen sind erfahrungsgemäß recht langwierig und führen – wenn überhaupt – zu einer einmaligen Geldstrafe, die für das Unternehmen verkraftbar sein sollte.

Trotz hoher Bewertung weitere Kursgewinne möglich

Ein berechtigter Kritikpunkt an der Aktie ist jedoch deren hohe Bewertung. Mit einem KGV von 27 und einer mageren Dividendenrendite von nicht einmal 2% erscheint die Aktie nicht sonderlich attraktiv.

Dies muss jedoch nicht heißen, dass es nicht weiter aufwärts gehen kann. Wenn es am Gesamtmarkt weiter nach oben geht, sollte sich auch die CTS-Aktie diesem Trend anschließen. Allerdings ist der Wert bei schwächerer Marktlage auch anfällig für eine Korrektur.

Unterm Strich bin ich vorsichtig optimistisch für die Aktie. Es gibt allerdings Aktien mit besserem Chancen/Risiko-Verhältnis.

30. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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